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ABS Fonds als erfolgreiches Fondsinvestment?
Spätestens seit der Finanzkrise sind viele Anleger in größerem Maße als zuvor auf der Suche nach sicheren Geldanlagen. Dieses Sicherheitsbedürfnis erstreckt sich im Prinzip in fast alle Geldanlagen-Bereiche. So werden zum Beispiel recht sichere Aktienwerte genauso bevorzugt wie zum Beispiel im Fondsbereich die Garantiefonds. Es gibt aber auf der anderen Seite natürlich auch weiterhin noch Fonds, die eher mit einem etwas höheren Risiko ausgestattet sind. Dazu zählen im Prinzip auch die so genannten ABS Fonds, die noch nicht so bekannt sind, wie viele andere Fondsarten.



Die Abkürzung ABS steht in diesem Fall für die englische Bezeichnung Asset Backed Securities, was übersetzt ins Deutsche soviel wie forderungsgesicherte Wertpapiere bedeutet. Die Besonderheit an diesen Wertpapieren besteht nun darin, dass diese durch eine entsprechende Forderung besichert sind. Die Wertpapiere sind daher wohl am ehesten mit Pfandbriefen zu vergleichen, denn auch dort sind die Wertpapiere mit einer Forderung abgesichert. Trotz dieser „Besicherung“ durch eine Forderung gelten die ABS Fonds als solche zum Beispiele im Vergleich zu Garantiefonds als deutlich unsicherer, was vor allem durch die möglichen Forderungsausfälle zu begründen ist. Grundsätzlich sollte sich der Anleger bezüglich dieses etwas höheren Risikos bewusst sein und sich ohnehin erst einmal über diese Anlageform informieren. So ist es zum Beispiel vorteilhaft zu wissen, auf welcher Basis die ABS Fonds funktionieren bzw. was genau hinter den im Fonds enthaltenen forderungsgesicherten Anleihen steckt. Das Konstrukt dieser Anleihen besteht darin, dass zunächst fast immer eine bestimmte Gesellschaft gegründet wird, die sich von ihrer Geschäftstätigkeit her vorrangig mit dem Ankauf von Forderungen beschäftigt.

Meistens handelt es sich bei diesen Forderungen um offene Kreditforderungen, die der Gesellschaft von verschiedenen Banken verkauft werden. Warum aber kauft die Gesellschaft überhaupt offene Forderungen an, da hier doch stets auch mit Ausfällen zu rechnen ist? Der Ankauf stellt meistens für die Gesellschaft, trotz des Ausfallrisikos, dennoch einen Ertrag dar. Der Ertrag kommt deshalb zustande, weil der Käufer der Forderung natürlich nicht den aktuellen Nennwert der noch offenen Forderung bezahlt, sondern einen verminderten Betrag. Lautet die Kreditforderung zum Beispiel über eine Restschuld von 80.000 Euro, so zahlt der Käufer beispielsweise nur 75.000 Euro. Die Differenz von 5.000 Euro sind dann der Ertrag des Käufers. Damit dieser Ankauf nun finanziert bzw. refinanziert werden kann, emittiert die Gesellschaft eben die bereits erwähnten ABS Wertpapiere, die der Anleger dann erwerben kann. Da die Wertpapiere allerdings meistens einen recht hohen Nennwert haben, ist es eher selten, dass man als Anleger auf direkte Weise in diese Wertpapiere investiert. Daher sind die ABS Fonds natürlich ein geeignetes Mittel, um auch schon mit kleineren Kapitalsummen von den eventuellen Gewinnen diese Investments profitieren zu können.

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