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Aktien auf Kredit kaufen
Auch wenn die Börse besonders in 2009 teilweise starke Einbrüche verzeichnen musste, interessieren sich nach wie vor noch viele Anleger für ein Investment in Aktien. Nicht immer steht jedoch genug Eigenkapital zur Verfügung, welches für den Kauf von Aktien oder anderen Wertpapieren genutzt werden könnte. Insofern machen einige Anleger auch von der Möglichkeit Gebrauch, Aktien auf Kredit zu kaufen. Allerdings ist diese Art der Mittelbeschaffung natürlich mit einem nicht geringen Risiko verbunden, sodass dem „normalen“ Privatanleger eher nicht zu raten ist, einen Kredit nur deshalb aufzunehmen, weil dann mit dem Kapital anschließend Wertpapiere gekauft werden sollen.



Einige Online Broker und Direktbanken bieten auf jeden Fall so genannte Effektenkredite an, die gezielt für das Investment in Wertpapiere aufgenommen werden können. Wie funktioniert so ein Effektenkredit und welche Konditionen beinhaltet dieser? Ein Effektenkredit, auch als Wertpapierkredit bezeichnet, wird von der Bank oder dem Broker ausschließlich zum Zweck des Wertpapierkaufs zur Verfügung gestellt. Es handelt sich vom Aufbau und von der Struktur her um einen ganz gewöhnlichen Ratenkredit, der jedoch im Gegensatz zu den sonstigen Raten- und Konsumentenkrediten zweckgebunden ist. Der Kreditnehmer muss also von dem erhaltenen Kapital Wertpapiere kaufen, und kann das Geld beispielsweise nicht zum Kauf eines neuen Autos verwenden. Da das Investment in Wertpapiere, besonders in Aktien, stets mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, ist es im Zusammenhang mit dem Effektenkredit üblich, dass die erworbenen Wertpapiere an den Kreditgeber verpfändet werden. Je nach Art der Papiere können diese zu einem bestimmten Prozentsatz beliehen werden.

So werden beispielsweise DAX-Aktien meistens zu 60 Prozent beliehen, während kleinere oder ausländische Aktien oftmals nur zu 40 oder noch weniger Prozent beliehen werden. Das Aktien auf Kredit kaufen hat für den Anleger und Kreditnehmer sowohl mögliche Vorteile als auch Nachteile. Der Vorteil ist immer dann vorhanden, wenn man anschließend mit den erworbenen Aktien einen Gewinn erzielen konnte. Zudem hat man eben durch den Kredit erst die Möglichkeit, überhaupt investieren zu können, falls das Eigenkapital nicht ausreichend ist. Der Nachteil des Erwerbs von Aktien auf Kredit besteht darin, dass man sich verschuldet, um auf die Kursgewinne von Aktien zu spekulieren. Sollten nämlich Kursverluste statt Kursgewinne erzielt werden, hat man in der Summe Schulden und teilweise keinen Gegenwert mehr. Ferner müssen die Kursgewinne natürlich erst einmal die Kreditzinsen „ausgleichen“ die man für den Effektenkredit zahlen muss. Diese bewegen sich durchschnittlich im Bereich von sieben bis acht Prozent. Somit müssen Die Aktien also mindestens acht Prozent Kursgewinn pro Jahr erreichen, damit man zumindest die Kreditkosten „heraus“ hat. Und damit hat der Anleger immer noch keinen „echten“ Gewinn erzielt.

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