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Aktien verkaufen mit Stop-Loss Order
Grundsätzlich will jeder Aktienbesitzer seine Anteilsscheine früher oder später wieder verkaufen, und dies möglichst mit einem hohen Gewinn. Vor allem dann, wenn die Aktie bereits einen Höchststand erreicht hat, suchen viele aber nach einer Alternative zum sofortigen Verkauf, denn es könnte ja zu weiteren Kurssteigerungen kommen. Für diesen Fall eignet sich die Stopp-Loss Order. Obwohl sie Verluste begrenzen und bereits erzielte Gewinne sichern kann, ist sie vor allem bei professionellen Anlegern bekannt. Viele Privatanleger hingegen haben noch keine Kenntnisse über diese Art der Ordererteilung.



Bei einer Stopp-Loss Order erteilt der Anleger eine Verkaufsorder an seine Bank. Diese wird aber nicht sofort ausgeführt, sondern sie wird mit einem Limit versehen. Dieses Limit liegt unter dem aktuellen Börsenwert der Aktie und kann je nach Wunsch des Anlegers individuell festgelegt werden. Sinkt die Aktie auf oder unter das angegebene Limit, wird die Verkaufsorder sofort ausgeführt. Diese Ausführung erfolgt dann aber nicht zum Limit der Stopp-Loss Order, sondern vielmehr zum nächsten an der Börse ermittelten Wert. Sofern es sich um eine starke Abwärtskorrektur handelt, kann der Verkaufspreis auch deutlich unter dem Limit liegen.

Wie bereits erwähnt, kann jeder Anleger das Limit selbst festlegen, es liegt also im Ermessen des Anlegers. Das gesetzte Limit sollte aber gut bedacht werden. Liegt es nämlich zu nahe am aktuellen Börsenwert, kann bereits ein kleiner Ausschlag nach unten den Verkauf auslösen, obwohl die Aktie bereits am nächsten Tag wieder steigt. Wird er hingegen zu tief angesetzt, muss der Anleger eventuell bis zur Ausführung der Verkaufsorder hohe Verluste hinnehmen.

Grundsätzlich gibt es für die Limitstellung bei Stopp-Loss Orders keine Faustregel. Sie wird, zumindest bei Standardwerten, den so genannten Blue Chips, aber häufig bei 10% unter dem aktuellen Börsenwert angesetzt. Je höher die Schwankungsbreite der Aktien, desto höher sollte auch die Spanne gesetzt werden. So geht man bei Aktien, die im Tec-Dax vertreten sind, von einem Limit gut 20% unter dem aktuellen Wert aus. Die Entwicklung der Aktie sowie die bisherigen Schwankungsbreiten können Anleger aus den Charts erkennen.

Fazit: Die Stopp-Loss Order ist vor allem für tradingfreudige Anleger ein gutes Instrument, kurzfristig erzielte Gewinne zu sichern und Aktien möglichst ohne Verluste zu verkaufen. Anleger hingegen, die mittel- bis langfristig orientiert sind, werden kaum zu einer Stopp-Loss Order greifen, wenn die Werte nach Jahren dann doch einmal verkauft werden sollen.

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