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Aktienquoten der Lebensversicherer als Risiko für Kapitalanleger?
In der jüngeren Vergangenheit haben nicht wenige Lebensversicherer den Anteil des Kapitals, welches ihnen zum Investment in Aktien zur Verfügung steht, erhöht. Zwar unterscheiden sich die Aktienquoten der Lebensversicherer oftmals in nicht unerheblichem Umfang, aber dennoch ist in der Vergangenheit ein gewisser Trend hin zu höheren Aktienquoten erkennbar gewesen. Mit der Aktienquote wird übrigens der Anteil am Gesamtinvestitionskapital bezeichnet, der in Aktien investiert wird.



Wenn einer Lebensversicherungsgesellschaft zum Beispiel insgesamt 400 Millionen Euro zur Kapitalanlage zur Verfügung stehen und von diesen 400 Millionen Euro insgesamt 100 Millionen Euro in Aktienwerte investiert werden, so liegt die Aktienquote in diesem Fall bei 25 Prozent. Für den Versicherten, der regelmäßig in seine Kapitallebensversicherung einzahlt und von dessen Beiträgen die Gesellschaft unter anderem auch Aktien erwirbt, können höhere Aktienquoten sowohl Vorteile als auch Nachteile haben. Grundsätzlich sind Aktienquoten von zehn, 20 oder 30 Prozent für Kapitalanleger natürlich immer mit einem Risiko verbunden. Das Risiko besteht einfach darin, dass sich die Kurse der Aktien negativ entwickeln, sodass die prognostizierte Rendite nicht erzielt werden kann. Im schlimmsten Fall erleiden die Anleger sogar Kapitalverluste, auch wenn das bei der klassischen Lebensversicherung zumindest zum vereinbarten Laufzeitende hin nahezu nicht vorkommt. Dennoch stellt das Investment in Aktien natürlich immer ein größeres Risiko dar, als wenn die Versicherung zum Beispiel in Termingelder oder Staatsanleihen von Staaten mit einem sehr guten Rating investieren würde.

Allerdings muss man bezüglich des Risikos auch festhalten, dass eine Kapitallebensversicherung in aller Regel eine Laufzeit von 20 Jahren und mehr hat. Und über einen so langen Zeitraum hinweg ist das Risiko wiederum relativ gering, dass mit dem Aktieninvestment Kursverluste erlitten werden. Das Risiko der höheren Aktienquote relativiert sich demnach umso mehr, desto länger der Anleger die Lebensversicherung nutzt. Kritisch kann es hingegen werden, wenn die Lebensversicherung vorzeitig gekündigt wird. Da die Kündigung mitunter bereits drei Jahre oder auch vier Jahre nach Abschluss der Versicherung erfolgt, kann es in solchen Fällen natürlich dazu kommen, dass der Versicherte auch aufgrund von Kursverlusten im Aktienbereich weniger Kapital ausgezahlt bekommt, als er zuvor eingezahlt hat. Die Risiken einer höheren Aktienquote stehen auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite steigt mit der Aktienquote natürlich auch die Chance auf einen überdurchschnittlichen Ertrag. Eindrucksvoll beweisen das schon seit Jahrzehnten die britischen Lebensversicherer, die teilweise sogar eine Aktienquote von 100 Prozent haben und damit teilweise Renditen im zweistelligen Prozentbereich erreichen.

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