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Amerikanische und europäische Optionsscheine im Renditevergleich
Im Finanzbereich gibt es nicht nur Produkte, die zum Zweck einer langfristigen Geldanlage genutzt werden können, sondern auch spekulativ eingestellte Anleger finden durchaus eine große Auswahl vor. Spekulativ eingestellten Anlegern geht es in erster Linie darum, einen hohen Gewinn zu erzielen, und zwar innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraumes. Aus diesem Grund kommen für solche Anleger auch weder Tagesgeld noch Festgeld infrage, sondern es wird vor allen Dingen mit Derivaten oder auch Devisen spekuliert. Zu den Derivaten gehören neben den Optionen und Futures unter anderem auch die Optionsscheine.



Eigentlich handelt es sich beim Optionsschein um eine Art Bezugsrecht, welches einer Optionsanleihe anhängig ist. In der Praxis werden die meisten Optionsscheine allerdings mittlerweile losgelöst von der Optionsanleihe gehandelt. Ein Optionsschein funktioniert so, dass er das Recht verbrieft, einen sogenannten Basiswert zum Festpreis XY zu kaufen oder auch zu verkaufen. Der Optionsschein hat in diesem Sinne also keinen Eigenwert, da er sich auf den Wert des Basiswertes bezieht. Die möglichen Gewinne mit Optionsscheinen sind deshalb so hoch, weil die Optionsscheine mit einem sogenannten Hebel ausgestattet sind. Dieser Hebel bewirkt, dass sich der Wert des Optionsscheins um ein Vielfaches stärker als der Wert des Basiswertes entwickelt. Steigt zum Beispiel der Kurs der Aktie XY als Basiswert um zwei Prozent, so kann es durchaus möglich sein, dass der Wert des Optionsscheines um acht Prozent oder mehr steigt. Das Gleiche trifft natürlich auch bei fallenden Kursen zu, sodass Optionsscheine ein hohes Risiko beinhalten.

Die verschiedenen Optionsscheine, die der Anleger am Markt finden kann, lassen sich unter anderem in die zwei Gruppen amerikanische und europäische Optionen einteilen. In Deutschland handelt es sich bei den meisten Optionsscheinen um Optionen amerikanischen Typs. Bei diesen amerikanischen Optionen ist es so, dass der Inhaber der Option zu jedem beliebigen Zeitpunkt (bis zur Fälligkeit des Optionsscheines) das Recht hat, die Option auszuüben. Anders sieht es bei den europäischen Optionsscheinen aus. Bei dieser Variante darf der Inhaber der Optionsscheine nur am Verfallstag von seinem Recht Gebrauch machen, die Option auszuüben. Aufgrund dieser Tatsache sind die amerikanischen Optionen deutlich flexibler und demzufolge auch wesentlich beliebter. Zu beachten ist allerdings, dass die europäischen Optionen zwar nur am Laufzeitende ausgeübt werden dürfen, der vorherige Handel mit den Optionsscheinen aber dennoch möglich ist.

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