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Anlage in Schiffsfonds zum Steuern sparen
Besonders dann, wenn man ein relativ hohes Vermögen hat, stellt sich meistens nicht nur die Frage, wie man das Kapital möglichst rentabel und sicher anlegen kann, sondern es muss auch speziell darauf geachtet werden, dass es sich bei der Anlage um eine möglichst Steuern sparende Investmentform handelt. Denn ab einem Anlagekapital von etwa 20.000 Euro an aufwärts reicht für Alleinstehende der Freistellungsauftrag bereits nicht mehr aus, sodass für die Einnahmen aus diesen Kapitalvermögen die 25-prozentige Abgeltungssteuer zu entrichten ist.



Auf legalem Wege gibt es heute in Deutschland nur noch sehr wenige Steuern sparende Anlageoptionen. Eine dieser wenigen Optionen sind die Schiffsfonds, die noch als eine der wenigen Steuersparmodelle „übrig“ geblieben sind. Schiffsfonds zählen zu der Kategorie der geschlossenen Fonds, die es darüber hinaus noch in vielen weiteren Varianten gibt. Dennoch weisen die Schiffsfonds vor allem im Hinblick auf eine Steuern sparende Anlageform eine Besonderheit auf. Bei den Schiffsfonds ist es nämlich so, dass der Anleger im Prinzip nur einen Anteil bis fünf Prozent der tatsächlichen Erträge versteuern muss, natürlich auf vollkommen legale Art und Weise. Diese Besteuerung kommt aufgrund der so genannten Tonnagesteuer zustande. Die Tonnagesteuer ist allerdings keine besondere Steuerart, sondern vielmehr eine Methode, mit der die erzielten Gewinne eines Schiffsfonds bzw. der Schiffe selbst berechnet werden. Vereinfacht dargestellt ist es bei der Besteuerung nach Tonnage so, dass für die Berechnung des steuerpflichtigen Gewinns nicht der tatsächlich erwirtschaftete Gewinn als die Basis genommen wird, sondern es wird eine fester Ertrag pro Tonne Ladekapazität auf dem betriebenen Schiff angesetzt.

Dieser Ertrag ist aber meistens deutlich geringer als der Gewinn, der dann tatsächlich erwirtschaftet wird, und somit kommt es dann zu dem hohen steuerfreien Anteile der Erträge. Trotz dieses Steuervorteils, den die Schiffsfonds gegenüber vielen anderen Geldanlagen aufweisen können, sollte man als Anleger auch nicht die Risiken vergessen, die eine Anlage in Schiffsfonds mit sich bringen kann. Dabei handelt es sich einerseits um die allgemeinen Risiken, die mit nahezu jedem geschlossenen Fonds verbunden sind, aber auch um ganz spezielle Risiken, die besonders in jüngster Vergangenheit verstärkt bei den Schiffsfonds aufgetreten sind. Zu den generellen Risiken zählt die Tatsache, dass auch Schiffsfonds meistens nur in ein Projekt investieren, sodass sich das gesamte Investitionsrisiko eben auch nur auf dieses eine Projekt verteilt. Zudem kann man sein Kapital in der Regel erst nach einigen Jahren wieder aus dem Fonds „abziehen“. Die speziellen Risiken der Schiffsfonds haben sich besonders deutlich im Zuge der letzten Finanzkrise gezeigt, denn gerade die Schiffsfracht ist sehr stark von der Konjunktur abhängig, was teilweise sogar dazu geführt hat, dass nicht wenige Schiffsfonds insolvent geworden sind.

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