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Auch ein verzinstes Girokonto gleicht in der Regel noch nicht mal die Inflation aus
In der heutigen Zeit ist der Konkurrenzkampf zwischen den Kreditinstituten so groß wie niemals zuvor. Durch immer neue Produkte und mehr Service versuchen die Unternehmen heutzutage mehr denn je, neue Kunden zu werben und ihre bestehenden Kunden an sich zu binden. Der Grund für diese Entwicklung, ist die Tatsache, dass die Verbraucher heute wesentlich kritischer mit ihren Finanzen umgehen als noch vor einigen Jahren. War es früher eher die Ausnahme, dass jemand sich vor einer Geldanlage umfangreich über die bestehenden Angebote informierte, setzt sich heutzutage fast jeder Anleger erst einmal mit der Frage auseinander, welches Kreditinstitut ihm die besten Konditionen für seine Anlage bieten kann. Aber nicht nur bei Geldanlagen sind die Menschen kritischer geworden, auch bei Krediten, Girokonten und dergleichen ist der Bedarf nach Konditionsvergleichen enorm.



Um in diesem Kundenkampf bestehen zu können, haben sich die Konditionen in vielen Bereichen sehr zu Gunsten der Kunden verändert. Das Paradebeispiel in diesem Bereich ist das ganz normale Girokonto: War es in früheren Tagen absolut normal, dass man für die Führung seines Girokontos eine Gebühr bezahlen musste, ist es heute schon so, dass die meisten Kreditinstitute auch kostenfreie Girokonten im Angebot haben - oft noch mit einem monatlichen Mindestgeldeingang - aber auch von dieser Restriktion nehmen immer mehr Banken Abstand. Neben der kostenlosen Kontoführung enthalten die meisten Kreditinstitute aber auch einen Guthabenzins. Wenn also ein Kunde über ein Guthaben auf seinem Girokonto verfügt, bekommt er hierfür einen Zins gutgeschrieben - die Hoffnung der Banken ist es hier ganz klar, die Kunden dazu zu motivieren, ihr Geld nicht mehr in separate Anlagen einzuzahlen, sondern erst einmal auf dem Girokonto zu verwahren.

Für den Kunden sind die Zinsangebote von 0,5-1,5% aber eigentlich nur ein schlechter Witz. Warum das so ist wird klar, wenn man sich vor Augen hält, dass die jährliche Inflation und der allgemeine Kaufkraftverlust des Euro in der Bundesrepublik Deutschland zusammen ca. 3,5% betragen. Wenn man nämlich nun davon ausgeht, dass man 1,5% Zinsen bekommen kann, aber 3,5% Geldwertverlust hat, dann ist das de facto ein Minusgeschäft von 2%. Wo ist denn da bitte der Vorteil für den Kunden?

Grundsätzlich kann man also festhalten, dass es sich bei den Zinsen aufs Girokonto in der Regel nur um eine Mogelpackung handelt, die Menschen ohne große Sachkenntnis in die Irre führen soll. Wer sich allerdings mit der Materie beschäftigt und erkennt, wie der Sachverhalt sich darstellt, der wird sicherlich schnell zu dem Schluss kommen, dass er sich lieber eine andere Geldanlage als ausgerechnet sein Girokonto suchen sollte.

Eine mögliche Alternative wäre zum Beispiel ein Tagesgeldkonto, eine Anlageform, die 100%ige Sicherheit mit einem guten und fairen Zinssatz verknüpft. Hier bekommen die Kunden zwar auch nur in wenigen Fällen Zinsen von über 4%, zumindest aber sichern sie sich auf diese Weise den Werterhalt ihres Geldes und hören auf, ihr Geld auf dem Girokonto faktisch zu vernichten.

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