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Auf Nachschusspflicht bei geschlossenen Fonds achten
Anleger lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen, was zum Beispiel die erwartete Sicherheit und die Rendite eines Investments betrifft. So gibt es beispielsweise auf der einen Seite solche Anleger, die sich nur für Finanzprodukte interessieren, die mit einer hohen Sicherheit ausgestattet sind und das vorhandene Kapital schützen. Solche Anleger entscheiden sich dann zum Beispiel für Tagesgeldkonten oder für eine Festgeldanlage. Die Nachteile eines solchen Investments bestehen jedoch darin, dass die zu erwartende Rendite meistens relativ gering ist. Aus dem Grund gibt es auf der anderen Seite auch noch Anleger, bei denen die hohe Sicherheit nicht im Vordergrund steht, sondern ein möglichst guter Ertrag.



Für solche Anleger kommen zum Beispiel speziellere Anlageformen, wie zum Beispiel geschlossene Fonds, infrage. Je nach Fonds können die Renditen hier zum Teil sogar im zweistelligen Bereich liegen, wobei stets auch das vorhandene Risiko bedacht werden sollte. Es gibt gleich mehrere Risiken, auf die beim jeweiligen geschlossenen Fonds geachtet werden sollte. Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus der Tatsache, dass die meisten geschlossenen Fonds keine Risikostreuung vornehmen. Denn während zum Beispiel ein offener Aktienfonds in viele verschiedene Aktien investiert, ist es bei den geschlossenen Fonds so, dass meistens nur in ein einzelnes Projekt investiert wird. So kauft zum Beispiel ein Flugzeugfonds lediglich ein oder zwei Flugzeuge, während ein Schiffsfonds in der Regel nur in ein einzelnes Schiff investiert. Sollte das entsprechende Projekt scheitern, würde das für den Anleger in der Regel einen Totalverlust bedeuten. Bei vielen geschlossenen Fonds gibt es demnach ein sogenanntes Totalverlustrisiko, welches man als Anleger stets bedenken sollte.

Bei manchen Fonds kann es jedoch sogar noch schlimmer kommen, denn hier ist das Risiko nicht auf das eingesetzte Kapital beschränkt. Zwar findet man solche Fonds nur noch relativ selten am Markt vor, jedoch existieren sie. Kennzeichnend ist bei diesen geschlossenen Fonds die sogenannte Nachschusspflicht. Eine solche Nachschusspflicht beinhaltet, dass der Anteilsinhaber unter bestimmten Bedingungen noch mehr Geld in den Fonds investieren muss, als er ohnehin schon investiert hat. Meistens sind es erlittene Verluste, die dazu führen, dass die Anleger ihrer Nachschusspflicht nachkommen müssen. Es kann also durchaus passieren, dass man eigentlich nur für einen Betrag von 20.000 Euro Anteile am Fonds erwerben wollte, aufgrund der Nachschusspflicht dann aber nach einiger Zeit noch weitere 10.000 oder mehr Euro investieren muss. Daher sollten Anleger stets sehr vorsichtig sein, falls es sich um einen geschlossenen Fonds handelt, in dessen Bedingungen eine solche Nachschusspflicht verankert ist.

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