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Aufzinsen bei der Geldanlage lässt die Zinseinnahmen kontinuierlich steigen
Im Bereich der Geldanlage gibt es verschiedene Arten von Renditen, die der Kunde durch die Anlage erhalten möchte. Hier sind in erster Linie die Zinsen und Dividenden zu nennen, aber auch durch Kursgewinne kann der Kunde zum Teil hohe Renditen erzielen. Zinseinnahmen als Renditeform hat der Kunde zum Beispiel bei der Anlage in Spareinlagen, sowie bei nahezu allen Arten der festverzinslichen Wertpapiere, auch Renten oder Rentenpapiere genannt.



Grundsätzlich unterscheidet man bei den Zinseinnahmen drei Arten, auf welche Weise die Zinsen gutgeschrieben werden, und zwar nach Zeitpunkt der Zinszahlung unterschieden. Die gängigste Form ist die jährliche Zinszahlung, wo der Kunde im Rahmen seiner Anlage jedes Jahr zu einem bestimmten Termin (oftmals der 31.12.) seine Zinsen gutgeschrieben bekommt. Etwas seltenere Arten der Zinszahlung sind das Aufzinsen oder Abzinsen. Bei der abgezinsten Zinszahlung erhält der Kunde die Zinsen indirekt sofort bei Kauf des Anlageobjektes in der Form, das er einen geringeren Betrag als den Nominalwert zahlen muss. Kauft der Kunde beispielsweise ein abgezinstes Rentenpapier mit einem Nominalwert von 5.000 Euro, muss er beispielsweise nur 4.500 Euro als Kaufpreis zahlen. Die Differenz von 500 Euro stellt den abgezinsten Zinsertrag dar, den der Kunde sofort erhält. Genau gegenteilig verhält es sich bei aufgezinsten Geldanlagen.

Beim Aufzinsen werden die Zinsen für die gesamte Laufzeit der Geldanlage gesammelt, und bei Fälligkeit der Anlage in einer Summe gutgeschrieben. Die Gesamtzinsen als Zinseinnahmen steigen also während der Laufzeit stetig an.

Ein klassisches Beispiel für eine aufgezinste Geldanlage ist der Bundesschatzbrief Typ B. Die Zinsen werden hier nicht jährlich an den Kunden ausgezahlt, sondern am Ende der Laufzeit in einer Summe gutgeschrieben. Der Vorteil für den Kunden besteht zum Beispiel darin, dass er einen Zinseszinseffekt bei aufgezinsten Papieren nutzen kann. Da die Zinsen nicht ausgezahlt, sondern mitverzinst werden, ist die Gesamtsumme an Zinsen am Laufzeitende höher, als wenn der Kunde die Zinsen beispielsweise jährlich gutgeschrieben bekommen würde.

Neben diesem Vorteil, gibt es allerdings auch einen großen Nachteil des Aufzinsen für den Kunden. Da die Zinsen in einer Summe bei Fälligkeit der Geldanlage gezahlt werden, sind diese auch in diesem Jahr zu versteuern. Da die Zinssumme unter Umständen durch die Ansammlung sehr hoch sein kann, könnte es bei vielen Kunden der Fall sein, dass der Freistellungsauftrag für Zinserträge nicht mehr ausreicht, da der Freibetrag überschritten wird. Der Kunde muss also demnach für die Zinseinnahmen Steuern zahlen, die bei einer jährlichen Zinsgutschrift evt. nicht angefallen wären.

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