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Bankengruppen und Kreditinstitute in Deutschland
Zum deutschen Bankenwesen zählen hierzulande einige Tausend Banken, die in unterschiedlichen Bankengruppen organisiert sind. Im Jahre 2010 gab es in Deutschland zum Beispiel mehr als 38.000 Zweigstellen, die zu mehr als 2.000 Kreditinstituten gehören. Bei dem Großteil dieser Banken handelt es sich um sogenannte Universalbanken. Eine Universalbank bietet Kunden die verschiedensten Bankdienstleistungen an, angefangen von Produkten für den Zahlungsverkehr über das Kreditgeschäft bis hin zu Produkten aus dem Bereich Wertpapiere. Banken, die ihren Kunden nur einige wenige Produkte zur Auswahl bereitstellen, werden als Spezialbanken bezeichnet.



Zu den Spezialbanken zählen zum Beispiel Bausparkassen oder Pfandbriefbanken. Eine der Besonderheiten des deutschen Bankwesens ist die hohe Anzahl der Banken, welche zu den öffentlich-rechtlichen und zu den genossenschaftlich organisierten Instituten zählen. Im Privatsektor sind in Deutschland die wenigsten Banken vertreten. Diese drei unterschiedlichen Sektoren machen zudem das deutsche Bankwesen aus, denn dieses wird mit den öffentlich-rechtlichen, den genossenschaftlichen und den privaten Banken auch als Drei-Säulen-Struktur bezeichnet. Geregelt wird das Bankensystem dabei vom Kreditwesengesetz. Zu den öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten zählen die Sparkassen. Rund 400 Sparkassen gibt es derzeit in Deutschland, welche regional ihre Zweigstellen betreiben. Träger sind in den meisten Fällen die Städte und Gemeinden. Als Universalbanken bieten Sparkassen die unterschiedlichsten Bankprodukte an. In den Mittelpunkt werden aber die traditionellen Aufgaben gerückt, beispielsweise die Vergabe von Krediten oder von Produkten zur Geldanlage. Organisiert sind Sparkassen in den Sparkassenverbänden, welche wiederum zusammen mit den Bundesländern die Landesbanken tragen.

Im Bereich der Privatbanken, welche in Deutschland mit einigen Hundert einen nur geringen Teil am Bankensystem einnehmen, zählen vor allen Dingen Großbanken. Diese sind als Aktiengesellschaften zentral organisiert und konzentrieren sich nicht nur auf das inländische, sondern ebenso auf das internationale Geschäft. Im Fokus steht neben dem Kundengeschäft häufig der Kapitalmarkt. Das Geschäft der Privatbanken dient - anders als bei den Genossenschaftsbanken - der Gewinnmaximierung. Genossenschaftsbanken werden privatrechtlich organisiert und sind den Mitgliedern verpflichtet. Genossenschaftsmitglied kann dabei jeder Bankkunde durch Erwerb von Anteilen werden. Dadurch sind die Kunden bzw. Mitglieder nicht nur an den Gewinnen beteiligt, sondern haben Mitbestimmungsrechte. Aufgestellt sind die Genossenschaftsbanken in Deutschland regional. Die DZ Bank sowie die WGZ Bank sind dabei die Zentralbanken. Als Universalbanken bieten Genossenschaftsbanken ihren Kunden die unterschiedlichsten Bankprodukte an.

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