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Baufinanzierung Zinsen sind niedriger als Zinsen von Ratenkrediten
Eine Finanzierung ist vor allem für Laien keine leichte Aufgabe. Trotzdem lohnt es sich, Informationen zu sammeln und anschließend die Angebote der Banken zu vergleichen, denn so lassen sich in einigen Fällen gar mehrere Tausend Euro sparen.



Bei der Kreditwahl ist insbesondere der Verwendungszweck von entscheidender Bedeutung. So gibt es zum einen Ratenkredite, die für alle möglichen Wünsche eines Menschen eingesetzt werden können. Egal, ob mit dem Geld ein neuer Flachbildfernseher, ein High-Tech-PC oder aber neue Wohnzimmermöbel gekauft werden sollen, die Bank selbst lässt sich die Mittelverwendung nicht im Einzelnen belegen. Der Vorteil dieser Ratenkredite ist zudem, dass keinerlei Sicherheiten hierfür benötigt werden. So können alle Bankkunden, die über ein festes Einkommen als Arbeitnehmer verfügen und einige weitere Voraussetzungen erfüllen, diesen Kredit nutzen. Selbst Händler bieten ihn schon an.

Dem Ratenkredit gegenüber stehen Darlehen, die für die Baufinanzierung genutzt werden. Deren Mittelverwendung kann der Kreditnehmer nicht selbst bestimmen, sondern die Gelder sollten für das Haus, welches finanziert wird, eingesetzt werden. Dies lässt sich die Bank auch anhand von Kostenaufstellungen oder Rechnungskopien nachweisen. Gleichzeitig müssen für Baudarlehen immer auch Sicherheiten gestellt werden. Die hierbei am häufigsten verwendete Sicherheit ist die Grundschuld, die ein Grundpfandrecht an der Immobilie darstellt. Mit Eintragung dieser Grundschuld gewährt der Kreditnehmer der Bank das Recht, das Haus zu versteigern, sollte er die Kreditraten nicht mehr aufbringen können. Mittlerweile werden grundschuldbesicherte Darlehen nicht mehr nur als Baudarlehen, sondern auch für anderen Verwendungszwecke vergeben. Sofern die Grundschuld nicht ausreicht, den gesamten Darlehensbetrag abzudecken, kann auch zusätzlich eine Lebensversicherung oder ein Bausparvertrag abgetreten werden.

Durch die Sicherheit der Grundschuld sowie die Verwendung der Gelder für das jeweilige Objekt sind Baufinanzierungsdarlehen für Banken mit weitaus weniger Risiken belastet als Ratenkredite. Dieses geringere Risiko bedeutet für die Bank deutlich geringere Kosten, wodurch die Zinsen für diese Darlehen sinken. Durchschnittlich können Baudarlehen für 5-7% p.a. günstiger abgeschlossen werden (natürlich abhängig von der Bonität sowie vom Beleihungswert des Objektes). Ein weiterer Grund für die niedrigeren Zinsen sind auch die langen Laufzeiten derartiger Darlehen sowie die höheren Vertragssummen. Werden Ratenkredite durchschnittlich nur für vier bis fünf Jahre abgeschlossen und beträgt deren Höhe vielfach maximal 10.000 Euro, beträgt die Dauer von Baufinanzierungsdarlehen zwischen 20-30 Jahre. Die Darlehenssummen liegen hierbei zwischen 50.000 - 200.000 Euro, einige Banken finanzieren sogar bereits ab 25.000 Euro. Somit bindet die Bank den Kunden deutlich länger an ihr Haus und kann somit deutlich länger an der Kreditvergabe verdienen. Durch die Kosten- und Ertragssicherheit kann die Bank die Zinsen senken, denn der Verdienst ist bei Abschluss bereits gegeben.

Jeder Kreditnehmer sollte daher prüften, für welchen Zweck und für welche Laufzeit der Kredit abgeschlossen werden soll. In jedem Fall sollten die Angebote der Banken trotz dessen noch einmal anhand des effektiven Jahreszinses verglichen werden.

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