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Bei einem Fremdwährungsdarlehen Währungsverluste erleiden
Das Fremdwährungsdarlehen ist insbesondere für Kreditsuchende, die auf der Suche nach einer geeigneten Immobilienfinanzierung oder Baufinanzierung sind, eine Alternative zum klassischen Kredit in inländischer Währung. Wie die Bezeichnung der Darlehensart schon vermuten lässt, handelt es sich bei einem Fremdwährungsdarlehen um ein Darlehen in fremder Währung. Vorzugsweise werden Kredite der Art in Schweizer Franken oder in Yen aufgenommen. Der Darlehensnehmer verspricht sich durch die Aufnahme eines solchen Darlehens Währungsgewinne, die sich positiv auf die gesamte Finanzierung auswirken können. Zugleich sind die Zinsen für Fremdwährungsdarlehen meist recht günstig.



Jedoch liegen diese in Zeiten der niedrigen Zinsen meist nicht auf einem niedrigeren Niveau als die Zinsen für inländische Finanzierungen. Allerdings birgt die Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens auch Risiken. Zu diesen zählen insbesondere Währungsverluste, die infolge von Währungsschwankungen auftreten können. Denn bei Aufnahme des Darlehens in fremder Währung kann zunächst noch nicht gesagt werden, wie sich die Währung im Gegensatz zum Euro entwickeln wird. Wurde das Fremdwährungsdarlehen zum Beispiel in Schweizer Franken aufgenommen, entwickelt sich diese Währung nun besonders stark und der Euro schwächelt, dann muss der Darlehensnehmer deutlich mehr Geld zurückzahlen, als er zuvor gedacht bzw. berechnet hat. Im umgekehrten Fall kann sich der Darlehensnehmer jedoch auf Währungsgewinne freuen, wodurch sich die gesamte Immobilienfinanzierung als besonders günstig herausstellen kann. Ob es zu Währungsverlusten oder Währungsgewinnen kommt, entscheidet sich bei einem endfälligen Darlehen der Art allerdings erst mit Ende der Vertragslaufzeit.

Denn während der Vertragslaufzeit fallen zunächst nur die Zinsen für das Darlehen an. Und niemand kann den Verlauf der Währungen im Voraus genau abschätzen. Der eigentliche Darlehensbetrag wird am Ende der Laufzeit fällig. Die Laufzeiten eines Darlehens dieser Art liegen nicht selten bei 15 bis 20 Jahren. Zugleich werden Fremdwährungsdarlehen häufig erst ab hohen Kreditsummen vergeben, sodass sich Kreditnehmer für eine lange Zeit und mit hohen Beträgen an die jeweilige Währung binden. Kurzfristige Fremdwährungsdarlehen werden in der Regel nicht angeboten. Aufgrund des Währungsrisikos, aber ebenso durch das Zinsänderungsrisiko, das bei Vereinbarung von variabler Verzinsung zusätzlich zu den Risiken hinzukommt, zählt das Fremdwährungsdarlehen nicht zu den sichersten Darlehensarten, sodass die Chancen und Risiken vor Aufnahme eines Darlehens der Art beachtet werden sollten.

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