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Bei einer Aktien Prognose sind die Gründe für die Prognose entscheidend
Der Handel mit Aktien ist ein Geschäft, dass zwar immer wieder Rückschläge verkraften muss (z.B. den großen Börsencrash infolge der Spekulationsblase in den Jahren 2000/2001), unterm Strich jedoch meist Renditen erwirtschaftet hat, die mit keinem anderen Anlageinstrument erreicht werden konnten.



Wenn man sich nun aber heute Gedanken darüber macht, welche Aktien wohl in der Zukunft ein aussichtsreiches Investment darstellen, dann hat man grundlegend zwei Möglichkeiten: Zum Einen kann man natürlich die Analyse der Aktie, des Unternehmens und seiner Aussichten für die Zukunft, selber vornehmen und so versuchen, eine interessante Aktie von einer weniger interessanten Aktie zu unterscheiden, zum Anderen kann man aber auch auf die Prognosen der Experten vertrauen.

Möchte man sich auf die Prognosen der Experten verlassen, was wohl die meisten Aktionäre tun, dann sollte man sich jedoch über zwei grundsätzliche Dinge Gedanken machen: "Wer verfasste die Prognose?" und "Auf welcher Basis ist die Prognose erfolgt". Wenn man nämlich eine Aktienprognose sieht, zum Beispiel "Ziel für Aktie XY (zur Zeit bei 40 Euro) 46 Euro", dann muss man sich stets fragen: Warum ist das so? Um ein kleines bisschen Recherchearbeit kommt also auch ein Gelegenheitsaktionär, der evtl. nur einen oder zwei Handel im Jahr abwickelt, kaum herum.

Die Grundidee hinter dieser Überlegung ist sehr alt und geht auf eine Weisheit des berühmten Börsengurus André Kostolanys zurück. Herr Kostolany, der an der Börse Milliarden verdient hat, war nämlich stets der Überzeugung, dass man nur Aktien von Unternehmen kaufen sollte, die man auch versteht, bzw. bei denen man die Prognosen der Analysten nachvollziehen kann. Ein Investor, so seine Überzeugung, sollte also zum Beispiel nicht in irgendein Bio-Technologie Unternehmen investieren, nur weil das gerade "Inn" war, sondern er sollte sich auch selber Gedanken darüber machen, in welche Richtung der Trend gehen könnte und welche Aktien in welchem Fall ein lohnendes Investment darstellten.

Wenn nämlich die Prognosen eines Analysten zum Beispiel nur darauf münzen, dass er damit rechnet, das Unternehmen XY, würde das Geschäftsjahr über mit großen Aufträgen rechnen können, dann ist das so überhaupt gar keine fundamentale Aussage, sondern lediglich Spekulation. Eine fundamentale Aussage würde daraus erst werden, wenn es nicht eine Prognose für die Zukunft wäre, sondern wenn es hieße: Das Unternehmen XY hat einige große Aufträge an Land gezogen, ist nun stark unterbewertet und das faire Kursziel sei nun XY.

Eine Gefahr, über die auch jeder Anleger, der mit Aktien Geld verdienen möchte, Bescheid wissen sollte, ist die Gefahr, dass auch die Meinungen der Analysten nicht immer 100% objektiv sein müssen. Auf der einen Seite kam es in der Vergangenheit durchaus schon vor, dass Analysten sich mit Aktien eines Unternehmens eingedeckt haben, den Kurs in den Himmel gelobt und die Aktien dann wieder verkauft haben, auf der anderen Seite sind Analysten aber auch in der Vergangenheit ab und zu gerne bereit gewesen, ein Unternehmen gegen eine entsprechende Entlohnung gut zu beurteilen. Wichtig: Wir reden hier nur von Ausnahmen, Kontrolle ist aber stets besser als blinder Verlass.

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