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Bei tendenziell steigenden Zinsen ist eine kurzfristige, flexible Geldanlage besser
Jeder, der Geld anlegt, möchte das so Gewinn bringend wie möglich tun. Bei der Wahl zwischen einer kurzfristigen oder längerfristigen Geldanlage sollte man allerdings nicht nur auf die Höhe der zu erwartenden Zinsen schauen, sondern auch das allgemeine Marktumfeld in seine Überlegungen mit einbeziehen. So muss man unterschiedlich handeln, je nachdem, ob man sich in einer Phase befindet, wo die Leitzinsen tendenziell steigen, oder in Zeiten, wo sie eher wieder fallen.



Mit Geldanlagen über mehrere Jahre sichert man sich zwar Zinsen, die etwas höher ausfallen als die, die man bei einer kurzfristigen Anlage bekommt, aber dafür bindet man sein Kapital auch auf Jahre hin und verbaut sich die Chancen, die eine Neuanlage zu dann eventuell höheren Zinsen bieten würde. Festgeldanlagen profitieren nämlich nicht davon, wenn der Leitzins während der Dauer der Anlage erhöht wird. Der einmal vereinbarte Zinssatz gilt für die gesamte Zeit. So kann es in Zeiten, wo mit steigenden Zinsen zu rechnen ist, ein großer Nachteil sein, wenn man sein Geld nicht flexibel angelegt hat.

Wenn weiter steigende Zinsen zu erwarten sind, sollte man auf kurzfristige Anlagen setzen. Besonders gut eignen sich dafür die Tagesgeldkonten. Hier hat man die Möglichkeit, zu jeder Zeit sein Geld aufzulösen und auf andere Geldanlagen umzusteigen. Man könnte zum Beispiel sein Geld so lange auf einem Tagesgeldkonto parken, bis sich abzeichnet, dass die Europäische Zentralbank daran geht, die Leitzinsen abzusenken. Dann würden auch die Zinsen für die Tagesgeldkonten fallen und Festgeldanlagen wären wieder attraktiver. Wer sich zu Beginn einer Niedrigzinsphase noch die aktuell herrschenden hohen Zinsen auf lange Jahre sichern will, der sollte genau dann sein Tagesgeldkonto auflösen und ein Festgeldkonto eröffnen. Fallende Marktzinsen können ihm dann nichts mehr anhaben, da der Zinssatz für die gesamte Dauer der Anlage garantiert ist.

Allerdings sollte man bei den hohen Zinsen für Festgeldkonten nicht das Risiko einer langen Kapitalbindung aus den Augen verlieren. Es müssen immer noch genügend Mittel vorhanden sein, die täglich verfügbar sind. Eine Mindestreserve an Tagesgeld oder auf dem Girokonto sollte jeder haben, der nicht das Risiko eingehen möchte, eventuell gezwungen zu sein, sein Festgeld vorzeitig auflösen zu müssen. Dabei würden nämlich große Zinsverluste entstehen. Die Lebensrisiken sind nicht gering. Arbeitslosigkeit zum Beispiel kann jeden treffen. Auch die Kosten einer Scheidung oder die finanziellen Folgen, die sich aus einem Unfall oder einer Krankheit ergeben, können dazu führen, dass man an Vermögen heran muss, dass man eigentlich längere Zeit unangetastet lassen wollte.

Wer einen Kompromiss zwischen einer flexiblen Geldanlage und möglichst hohen Zinsen für längerfristige Kapitalbindungen sucht, könnte es mit Festgeld versuchen, das er nur für ein oder zwei Jahre anlegt. Zwei Jahre sind ein überschaubarer Zeitraum. Für diese Zeit sichert man sich die hohen Festgeldzinsen und hat nach Ablauf der Anlagefrist das Geld dann für Notfälle wieder zur Verfügung.

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