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Beim Geld anlegen mit Aktien sollte man sich gut auskennen
Wer Aktien kauft, erhofft sich höhere Gewinne, als sie festverzinsliche Geldanlagen bieten können. Aber mit dem Kauf von Aktien ist auch ein großes Verlustrisiko verbunden. Deshalb sollte jemand, der nicht über ein ausreichendes Hintergrundwissen verfügt, zumindest von Einzelaktien besser die Finger lassen, und sich statt dessen von Fachleuten gemanagten Aktienfonds zuwenden.



Der Kauf von Einzelaktien hat gegenüber dem Erwerb von Anteilen an einem Aktienfonds finanzielle Vorteile. Es entfällt der Ausgabeaufschlag, den die Fondsgesellschaften dafür verlangen, dass ihre Fondsmanager sich um die optimale Auswahl der verschiedenen Aktien innerhalb eines bestimmten Fonds kümmern. Diesem Vorteil steht aber auf der anderen Seite eine Fülle von Nachteilen gegenüber.

Wer sich dafür entscheidet, selber die richtigen Aktien auszuwählen, benötigt sehr viel Zeit und Wissen, um keine Fehler zu machen. Um zu beurteilen, ob man Aktien an einem bestimmten Unternehmen kaufen sollte, muss man zuerst einmal so viel wie möglich über die Firma wissen. Wie hoch ist ihr Eigenkapital, wie hoch sind die Schulden, welchen Umsatz hat sie in der Vergangenheit gemacht, wie hoch war der Gewinn? Die Antwort auf diese Fragen darf man sich nicht allein vom Unternehmen selbst erhoffen, da dieses natürlich ein Interesse daran hat, die eigene wirtschaftliche Situation in einem günstigen Licht zu präsentieren. Man braucht unbedingt zusätzlich die Einschätzung von vielen anderen, voneinander unabhängigen Banken, Investmenthäusern, Ratingagenturen und Verbraucherzentralen, um ein umfassendes Bild des Unternehmens und seiner gegenwärtigen und zukünftigen Situation zu erhalten.

Wer sich für einzelne Aktien entscheidet, hat mit der Auswahl der Titel aber erst den Anfang gemacht. Man kann diese Form der Geldanlage nicht sich selbst überlassen, sondern muss täglich bereit sein, die neuesten Börsennachrichten und Gerüchte zu lesen und vor allem, richtig zu interpretieren. Wie oft werden gezielt Nachrichten in Umlauf gesetzt, die die Kurse einzelner Aktien nach oben oder unten treiben sollen. Selbst Börsenprofis sind häufig nicht im Stande, die Lage richtig zu beurteilen, um wie viel weniger ein Anleger, der sich nicht hauptberuflich mit diesem Thema beschäftigt.

Auch bei Aktien gibt es unterschiedliche Strategien der Anlage. Wer sich von den Zukunftsaussichten eines Unternehmens viel verspricht und dafür auch ein höheres Risiko der Aktie in Kauf nimmt, muss noch mehr auf dem neuesten Informationsstand sein als jemand, der sein Geld lieber in werthaltige Unternehmen investiert, die seit vielen Jahren kontinuierlich gute, wenn auch nicht überdurchschnittlich hohe Renditen abgeworfen haben. Die Schieflage eines andern Unternehmens derselben Branche reicht häufig schon aus, alle anderen Firmen mit in einen Abwärtssog zu ziehen. Der Anleger muss blitzschnell handeln können, um Kursverlusten und damit Vermögenseinbußen zuvor zu kommen.

Wer sich all das nicht zutraut oder schlicht nicht die Zeit hat, die nötig wäre, um die vielfältigen Informationen zu sammeln und gegen einander abzuwägen, sollte sich nicht für den Kauf von Einzelaktien entscheiden, sondern sein Geld in Aktienfonds anlegen.

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