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Berechnung der Zinssensitivität verschiedenster Finanzinstrumente
Im Bereich der Aktien gibt es viele verschieden Faktoren, auf die Anleger zumindest zu einem großen Teil achten sollten, wenn sie im kurz- oder mittelfristigen Bereich möglichst gute Erträge erwirtschaften möchten. Dies gilt jedoch nicht nur für Aktien, sondern natürlich auch für andere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel auch für Anleihen, Fonds oder für Optionen und sonstige Derivate. Einer der vielen Merkmale, auf die entweder der Anleger selbst oder zumindest der Finanzberater achten sollte, ist die sogenannte Zinssensitivität. Bevor jedoch die Frage beantwortet werden kann, ob und falls ja, welche Finanzprodukte zinssensitiv sind, muss zunächst einmal geklärt werden, was die Zinssensitivität überhaupt beinhaltet und was damit gemeint ist.



Grundsätzlich sagt die Zinssensitivität etwas darüber aus, wie sensibel ein bestimmtes Finanzprodukt auf eine Veränderung der Kapitalmarktzinsen reagiert. Es wird also geschaut, ob und in welchem Umfang sich zum Beispiel der Kurs einer bestimmten Aktien ändert, wenn sich die Zinsen am Kapitalmarkt verändern, zum Beispiel die Leitzinsen oder die Zinsen für mittelfristige und verzinsliche Kapitalanlagen. Angenommen, die EZB würde ihre Leitzinsen senken, was wiederum zunächst einen Rückgang der Kapitalmarktzinsen zur Folge haben würde. Würde nun der Kurs der Aktie XY ausschließlich aufgrund dieser Zinsänderung steigen oder fallen, so könnte diese Aktie durchaus als zinssensitiv bezeichnet werden, da der Aktienkurs sofort (also sensibel) auf Zinsänderungen reagiert. Eine solche Reaktion muss allerdings nicht zwingend sofort nach der Zinsänderung erfolgen, sondern kann sich auch zeitlich verschoben einige Tage oder Wochen später vollziehen.

Ist nun zum Beispiel die Aktie X als zinssensitiv bekannt, so weiß der Anleger, dass mögliche Zinsänderungen einen Einfluss auf den Kurs der Aktie haben können bzw. wahrscheinlich haben werden. Handelt es sich zum Beispiel um eine Aktie aus dem Konsumbereich, so wäre die logische Folge einer Zinserhöhung, dass auch der Aktienkurs steigt. Denn eine Erhöhung der Leitzinsen (und als Folge der Kapitalmarktzinsen) ist fast immer ein Zeichen, dass es der Wirtschaft gut geht. Dies wiederum wirkt sich positiv auf den Kurs vieler sogenannter zyklischer Aktien aus, da diese oftmals eben zinssensitiv sind. Ob ein Finanzinstrument nun empfindlich auf Zinsänderungen reagiert oder nicht, kann man vor allen Dingen den historischen Kursen entnehmen. Ändert sich der Aktienkurs zum Beispiel nach praktisch jeder Leitzinssatzänderung, so ist dies ein deutliches Zeichen für die Zinssensitivität.

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