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Berechnung von Zinsen und Zinseszinsen bei der Geldanlage am besten monatlich
Sein Geld sinnvoll und möglichst gewinnbringend anzulegen ist ein Ziel immer mehr Sparer in Deutschland. Dafür ist das gute alte Sparbuch in der Regel schon längst nicht mehr effektiv genug, denn Tagesgeldkonten, Festgeldanlagen und Fonds bieten weitaus höhere Zinsen und versprechen effektivere Geldanlagen zu sein.



Eine große Auswahl an Anlegemöglichkeiten für den großen und kleinen Geldbeutel, welche die Entscheidung nach einer geeigneten Anlage nicht einfach macht. Trotz guter Vergleiche zwischen den einzelnen Anlagemöglichkeiten und letztenendes dann weiter bei den verschiedenen Angeboten der Banken wird nicht selten auf zuwenig Faktoren geachtet.

Hohe Zinsen und möglichst wenig Risiko ist dabei vordergründig die wichtigsten Auswahlkriterien der meisten Kleinanleger, aber gute Konditionen in diesen Bereichen versprechen noch lange keine sinnvolle Anlage. Ein Punkt der nämlich gerne übersehen wird, ist der Punkt der Zinsgutschrift, welche entweder jährlich, vierteljährlich oder gar monatlich erfolgt.

Viele Sparer stellt dieser Pasus vor ein Rätsel und wird dann auch nicht mehr weiter beachtet, wenn Zinsen und Risikoeinschätzung der Geldanlage stimmen. Ein Fehler natürlich, welcher im Endeffekt die Rendite schmälern kann, denn die Art der Zinsgutschrift wirkt sich direkt auf die Renditehöhe aus. Die Rechnung ist dabei relativ simpel und beruht auf dem Bereich der Zins- und vor allem Zinseszinsrechnung.

Schlechteste Wahl ist hierbei natürlich die jährliche Zinsgutschrift, wie es sich anhand eines einfach Beispiels darstellen lässt. Gibt es bei einer Anlage 6,0 Prozent Verzinsung pro Jahr und wird nur jährlich eine Zinsgutschrift ausgezahlt, dann erhält der Anleger exakt 600 Euro nach einem Jahr der Geldanlage. Ein stolzer Betrag, welcher aber mit einer anderen Zinsgutschrift noch maximiert werden kann. So etwa bei vierteljährlicher Zinsgutschrift, sprich vier mal im Jahr erfolgt die Gutschrift der bisher angefallenen Zinsen auf das Konto. Nach drei Monaten befinden sich somit schon 10.150 Euro auf dem Konto, während bei jährlicher Gutzuschrift hier immer noch 10.000 Euro befinden. Nun werden aber bereits die schon ausgezahlten Zinsen auch wieder bei der weiteren Verzinsung berücksichtigt, sodass am Jahresende 10613,64 Euro auf dem Konto sind, anstatt nur 10600, wie es bei jährlich Zinsgutschrift der Fall wäre.

Diese Rechnung lässt sich dann natürlich auch weiter führen auf eine noch günstigere Variante der Zinsgutschrift für den Anleger. Gemeint ist im Endeffekt natürlich die monatliche Zinsgutschrift, kürzere Intervalle sind in der Regel nicht zu finden. Beim Nachvollziehen der Rechnung wird nun aber schnell klar, dass die 13,64 Mehrgewinn bei vierteljährlicher Auszahlung nicht mehr großartig verbessert werden, sondern nur noch marginal besser werden. Auf das Beispiel mit 10.000 Euro Sparbetrag und sechs Prozent jährlicher Verzinsung ergibt sich bei monatlicher Zinsgutschrift ein Endbetrag von 10616,78 Euro. Im Vergleich zur jährlichen Zinsgutschrift also 16,78 Euro mehr, im Vergleich zur vierteljährlichen Zinsgutschrift 3,14 Euro mehr.

Die beste Variante ist also unbestritten die monatliche Zinsgutschrift, kann aber im Vergleich zur vierteljährlich Gutschrift nur noch leicht gesteigert werden. Dies sollte natürlich beim Abgleichen aller Konditionen einer Geldanlage berücksichtigt werden, wobei bei weitaus größeren Beträgen diese "Kleinigkeiten" auch weitaus mehr Geld bedeuten.

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