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Besonderheiten des Diskontkredites durch Forderungsankauf
Die drei Standardkredite, die deutsche Banken hierzulande in den meisten Fällen vergeben, decken rund 90 Prozent des Kreditbedarfs der Kunden ab. Mit den drei Standardkrediten sind in erster Linie der Dispokredit, der Ratenkredit und der Immobilienkredit gemeint. Allerdings decken diese Darlehen vor allem die Bedürfnisse der Privatkunden ab, während die Geschäftskunden nicht selten einen etwas individuelleren Kreditbedarf haben. Daher gibt es neben diesen Standardkrediten noch andere Darlehensarten, die fast ausschließlich von Geschäftskunden der Bank in Anspruch genommen werden. Zu diesen besonderen Darlehen, die heute in der Praxis zum Teil nur noch recht selten zum Einsatz kommen, gehören unter anderem auch die sogenannten Diskontkredite.



Kurz zusammengefasst handelt es sich beim Diskontkredit um ein Darlehen, welches auf dem Ankauf eines Wechsels basiert. Man spricht in dem Zusammenhang auch von einem Forderungsankauf, da der Wechsel stets eine Forderung gegenüber einem Schuldner beinhaltet. Der Ankäufer des Wechsels ist in diesem Fall eine Bank, die dem Kunden (dem Einreicher des Wechsels) im Gegenzug einen Kredit zur Verfügung stellt. Der Kunde reicht also zum Beispiel einen Wechsel über 5.000 Euro bei seiner Bank ein. Statt nun warten zu müssen, bis er den Wechsel einlösen kann, was mitunter mehrere Wochen dauern kann, erhält der Wechseleinreicher von seiner Bank einen Kredit. Dadurch kann er praktisch sofort über den Gegenwert des Wechsels verfügen. In der Regel erhalten solche Kunden eine sogenannte Diskontkreditlinie eingeräumt, bis zu der sie immer wieder Wechsel einreichen können, die von der Bank kreditiert werden.

Aus Sicht des Kunden ist beim Diskontkredit zu beachten, dass nicht der volle Gegenwert des Wechsels gutgeschrieben wird, sondern es werden seitens der Bank noch Kosten und Zinsen (Diskont) abgezogen. In der Praxis ist das Geschäft mit dem Ankauf von Wechselpapieren in der Vergangenheit allerdings drastisch zurückgegangen. Der wesentliche Grund besteht auch darin, dass die Wechsel seitens der Banken nicht mehr weiter an die Bundesbank verkauft werden können, was auch als Rediskontierung bezeichnet wurde. Daher sind nur noch wenige Banken überhaupt dazu bereit, von ihren Kunden Wechsel anzukaufen und auf dieser Basis einen Diskontkredit zu vergeben. Lediglich die Banken untereinander kaufen hin und wieder noch Wechsel an.

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