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Besteht in Deutschland die Gefahr einer Immobilienblase?
Derzeit empfehlen viele Experten eine sogenannte Sachwertanlage, die als inflationsgeschützt und krisensicher gilt. Neben Aktien und Edelmetallen bevorzugen viele Berater auch Immobilie, wenn es darum geht, welche Form der Kapitalanlage den Kunden zu empfehlen ist. Bevor sich Anleger allerdings tatsächlich zum Kauf oder Bau einer Immobilie entscheiden, sollten einige Aspekte beachtet und verschiedenen Informationen eingeholt werden. Denn das Investment in eine Immobilie ist sicherlich nicht ganz risikolos, außer die Immobilie soll ohnehin nur zum Wohnen genutzt werden, und zum Beispiel später als Altersvorsorge dienen. Falls die gewerbliche Nutzung geplant ist, sollten sich die Anleger allerdings zum Beispiel mit dem Thema Immobilienblase beschäftigen, welches aktuell auch in Deutschland durchaus wieder diskutiert wird.



Mit der Immobilienblase wird ein Tatbestand bezeichnet, der sich dadurch kennzeichnet, dass die Immobilienpreise sehr hoch sind, und zwar im Prinzip schon zu hoch. Das kontinuierliche Steigen der Preise führt dann zu einer sogenannten Blase, die in der Zukunft „platzen“ könnte. Mit dem Platzen ist wiederum gemeint, dass der überhitzte Markt diese Preise nicht mehr halten kann, was zu deutlichen Preisstürzen führen kann. Eine Immobilienblase kann zum Beispiel dadurch platzen, dass viele Immobilieneigentümer ihre Objekte „plötzlich“ verkaufen, und zwar um die Verkaufsgewinne zu realisieren. Denn wer eine Immobilie zum Beispiel vor drei Jahren zu einem Preis von 400.000 Euro gekauft hat, der wird sich sehr genau überlegen, die Immobilie auch noch bei einem auf beispielsweise 700.000 Euro gestiegenen Preis zu behalten, statt mit Gewinn zu verkaufen.

Aktuell stellt sich die Situation auch in einigen deutschen Städten wieder so dar, dass durchaus von einer Immobilienblase gesprochen werden kann. Denn vor allem in den Großstädten wie München, Hamburg oder Düsseldorf sind die Immobilienpreise in den letzten zwei Jahren wieder deutlich gestiegen. Je nach Standort müssen Kaufinteressenten mittlerweile manchmal Preise von 5.000 Euro und mehr je Quadratmeter Wohnfläche zahlen. Noch scheint die Nachfrage in diesen Städten größer als das vorhandene Angebot zu sein, sodass die Immobilienpreise in den Ballungszentren auch weiter steigen könnten. Sollte sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage jedoch in der Zukunft umkehren, weil die Verbraucher die hohen Preise nicht mehr zahlen können bzw. wollen und Immobilienbesitzer verstärkt verkaufen, so kann es durchaus auch hierzulande wieder zum Platzen der Immobilienblase kommen.

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