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Billige Darlehen in einer Fremdwährung aufnehmen
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die bisweilen erdrückende finanzielle Mehrbelastung durch Darlehen zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Dabei sollte naturgemäß ein besonderes Augenmerk auf die Zinshöhe gelegt werden, ist diese doch auch größtenteils für die Belastung durch die Mehrkosten des Darlehens verantwortlich. In der Praxis kann nun auf verschiedene Weise versucht werden, diese Belastung zu verringern. Mögliche Gestaltungsversuche sind zum Beispiel durch die Aufnahme verschiedener Darlehen möglich, um von Eigenkapitalvorteilen zu profitieren. Denkbar ist auch eine Beeinflussung der Zinshöhe über die vorhandenen Sicherheiten.



Durchaus attraktiv und daher auch in Betracht zu ziehen ist weiterhin das Darlehen in einer Fremdwährung. Beliebt sind in diesem Rahmen vor allem Darlehen in den Fremdwährungen Schweizer Franken oder dem japanischen Yen. Die Vorteile dieser Gestaltung beruhen auf verschiedenen Umständen, wobei der Ausgangspunkt dabei die so genannte Nominalschuld des Darlehensnehmers ist. Darunter versteht man die konkrete Darlehensschuld. So nimmt der Darlehensnehmer zwar eine Schuld in einer fremden Währung auf, die allerdings in ihrer Höhe stets auf die so genannte Nominalwährung, also den Euro, bezogen wird. Damit bemessen sich die Kosten des Darlehens zwar in Euro, resultieren aber aus der fremden Währung. Das kann sich auf verschiedene Weise positiv für den Darlehensnehmer auswirken.

Zuerst sind die Zinsen in der Regel wesentlich geringer. Das liegt zum einen an dem unterschiedlichen finanziellen System des Fremdwährungslandes. Zum Beispiel sind in der Schweiz die Banken wesentlich weniger risikofreudig als ihre Gegenspieler in Deutschland. Insofern stehen sie auch nicht unter dem anhaltenden Druck, Ausfälle durch hohe Zinsen aufzufangen. Dieser Umstand wird natürlich auch durch den Kurs der Fremdwährung begünstigt. Nicht umsonst sind hier der Schweizer Franken und der Yen, zwei Währungen, die vergleichsweise niedrige Kurse haben, beliebt. So sind selbst Zinsen, die in ihrer Höhe das gleiche Volumen wie solche im Inland haben, durch das Verhältnis von der niedrigen ausländischen Währung und der Nominalschuld im Ergebnis niedriger. Es ist logisch, dass 5 % von 100 Euro mehr ist, als 5 % der ausländischen Währung. Durch die Hochrechnung auf den Nominalbetrag des Euros können so erhebliche Mengen gespart werden. Das führt etwa dazu, dass die Zinsen in einem japanischen Yen Fremdwährungsdarlehen im Ergebnis nicht einmal die Hälfte der deutschen Zinsen erreichen.

Darüber hinaus kann der Darlehensnehmer durch eventuelle Kursspekulationen sparen. Sinkt die Fremdwährung zum Beispiel weiter im Gegensatz zum Euro als der Nominalwährung im Wert, muss der Darlehensnehmer entsprechend weniger Geld zur Rückzahlung des Darlehens aufwenden. Dieser Effekt kann sich allerdings auch ins Gegenteil verkehren. Kommt es zu Kursgewinnen der ausländischen Währung im Verhältnis zum Euro, wird diese also stärker, muss der Darlehensnehmer mehr zurückzahlen, als er geliehen hat. Darüber hinaus steigen natürlich auch die Zinsen. Dieses erhebliche Risiko sollte auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.

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