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Billigste Kredite nur bei einwandfreiem Scoring
Beantragt man einen Kredit, ist es vollkommen normal, dass das Kreditinstitut, bei dem man seinen Kredit beantragt, eine genaue Risikoprüfung vornimmt. Zu diesem Zweck werden alle persönlichen Daten des Mandanten genau erfasst und in ein, speziell dafür geschaffenes, Computerprogramm eingegeben. Der Computer nimmt nun die persönlichen Daten des Mandanten und die, in den meisten Fällen eingeholte, Schufa-Auskunft und richtet sie an einer festgelegten Scala aus. Für jedes Kriterium vergibt der Computer dabei Punkte, was am Ende zu einer bestimmten Gesamtpunktzahl, dem so genannten "Scoringwert" führt. Dieser Scoringwert ist es, der nun entscheidenden Einfluss auf die Höhe der zu zahlenden Kreditzinsen hat.



Warum ist das so? Nun, damit sich uns die Logik, die hinter dieser Vergabe des Zinses nach Scoringwert steckt, erschließt, müssen wir zuerst einmal klären, welche Aspekte alles im Scoring Berücksichtigung finden:

Zuerst einmal wird im Scoring das Alter einer Person und damit verbunden die Wahrscheinlichkeit, dass sie während der Kreditlaufzeit erkrankt oder gar verstirbt, bewertet. Als nächstes betrachtet das Programm das Einkommen der jeweiligen Person und klärt ab, ob dieses Einkommen aus einer selbstständigen oder aus einer angestellten Tätigkeit heraus generiert wurde. Für die meisten Kreditinstitute sind Selbstständige oder Freiberufler eine sehr schwierige Kundengruppe und es kommt nicht selten zu einer Ablehnung, nur weil jemand eben nicht angestellt oder, noch besser, verbeamtet ist.

Die nächsten Kriterien, die das Scoringprogramm zugrunde legt, sind evtl. andere Kredite des Mandanten und die Frage wie sich sein monatliches Budget insgesamt zusammensetzt (Kinder?, Unterhaltszahlungen?, Lebenshaltungskosten?, Hausabtrag?, Steuerklasse?).

Für alle Aspekte und Ergebnisse des Scorings wird eine bestimmte Punktezahl vergeben. Ergänzt wird diese Punktezahl durch den "Schufa-Wert", ebenfalls eine Punktezahl, die sich aber allein aus der Betrachtung der Schufa-Auskunft ergibt.

Jedes Kreditinstitut legt andere Kriterien an ein solches Scoring an, vom Prinzip her sind die genannten Punkte aber allesamt sehr wichtig und bilden in der Regel die Basis eines solchen Scorings. Je nach Herangehensweise der Bank kann die Gewichtung der einzelnen Punkte jedoch unterschiedlich stark ausfallen oder es können auch Punkte überhaupt nicht und andere dafür umso mehr berücksichtigt werden. Aus der Gesamtzahl, die das Scoringergebnis ausspuckt, wird nun abgelesen, ob ein Mandant überhupt mit einem Kredit bedacht werden kann und, wenn ja, zu welchen Konditionen dies geschehen kann.

Die Kreditangebote, mit denen Banken immer werben (zum Beispiel: "Kredite bei uns ab 3,9% eff." oder "Ratenkredite ab 4,5% eff.") sind nämlich immer an den höchsten Scoringwerten ausgerichtet. Es stimmt also zweifellos, dass es diese Kreditangebote gibt, das Wörtchen "ab" ist jedoch entscheidend. Wer den besten Scoringwert nämlich nicht erfüllt, der hat auch keine Chance, den besten Zins zu bekommen, sondern er bekommt einen schlechteren Zins. Meist ist der Unterschied zwischen diesen "Lock-Zinsen" und dem, was man am Ende wirklich bekommt, deutlich größer als man denkt.

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