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Bonitätsprüfung seitens der Bank bei einer Kreditvergabe
Der Begriff Bonität bezeichnet im Kreditgeschäft die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und diese wird seitens der Bank für jeden Kreditantragsteller geprüft. Dabei wird nach zwei verschiedenen Kriterien geprüft. Das eine Kriterium beinhaltet die persönliche Bonität. Dazu wird, das Einverständnis der Kreditnehmer vorausgesetzt, die Schufa eingeholt. Hier bekommt die Bank Informationen über das Zahlungsverhalten des Kreditantragstellers in der Vergangenheit, weiterhin werden der Beruf und auch der Arbeitgeber bewertet. Dabei spielt es für die Bonität auch eine Rolle ob der Kreditnehmer Lehrer oder Polizist oder Verkäuferin oder Gebäudereiniger ist und bei welchem Arbeitgeber er beschäftigt ist.



Besonders gut angesehene Arbeitgeber sind der Öffentliche Dienst oder auch Banken und Krankenkassen. Dafür nutzen viele Banken das sogenannte Scoring-System über Scorekarten und der Kreditnehmer bekommt bestimmte Punkte, je höher die Punktezahl, desto besser die Bonität. Ein anderes Kriterium im Rahmen der Bonitätsbewertung ist die wirtschaftliche Bonität des Kreditantragstellers. Hier werden die Einkommensnachweise und andere Einnahmen zugrunde gelegt. Die Bank schätzt ein, inwieweit der Kunde in der Lage sein wird, den angefragten Kreditbetrag zu bedienen. Dazu wird die Haushaltsrechnung genutzt. Alle diese Punkte zusammen schätzen das Ausfallrisiko des Kreditantragstellers ein, je geringer dieses bewertet wird, desto besser die Kreditwürdigkeit. In vielen Banken ist das ganze System der Bonitätsprüfung völlig automatisiert und funktioniert nach dem Ampelsystem grün, gelb und rot.

Alle Kreditantragsteller, die komplett grün bewertet werden, laufen dann oft über die automatische Kreditentscheidung. Das heißt, das System erteilt eine Genehmigung. Lediglich Kreditantragsteller, die gelb oder rot werden, müssen von Mitarbeitern in der Bank bewertet werden. Dadurch ist es den Banken heute möglich Kreditentscheidungen innerhalb weniger Minuten zu treffen. In Abhängigkeit von der Bonität des Einzelnen wird auch der Kreditzinssatz festgelegt. Entsprechend internationaler Regelungen wird der Zinssatz, also die Kreditkosten in Abhängigkeit von der Bonitätsbewertung festgelegt. Das führt in der Praxis heute dazu, dass die so günstig beworbenen Zinssätze kaum an einen Kreditnehmer vergeben werden. Die persönlichen Zinsangebote liegen oft deutlich über dem günstigen Angebot. Für den Kreditnehmer sind diese Bewertungskriterien schwer nachvollziehbar. In der Regel sind die Angebote dann auch nicht mehr verhandelbar.

Kreditantragsteller, die keine automatische Genehmigung bekommen, werden, wenn beispielsweise die Schufa negativ beauskunftet ist, abgelehnt. In anderen Fällen werden zusätzliche Sicherheiten eingefordert. Oft reicht es bei Ehepartnern schon aus, wenn beide gemeinsam den Kreditvertrag unterschreiben. Junge Männer, die ihren Wehrdienst noch nicht erledigt haben, benötigen, auch wenn sie gut verdienen, immer einen Bürgen, so wie Kreditnehmer die wirtschaftlich allein nicht in der Lage sind, den Kredit in der angefragten Größe zu bedienen. Dabei ist festzustellen, dass je schwächer die Bonität, insbesondere die Einkommensverhältnisse der Kreditnehmer ist, desto höher sind die zu erwartenden Kreditkosten. Je sorgfältiger die Bonitätsprüfung erfolgt und je besser die risikoreichen Kredite besichert werden, desto geringer wird das Kreditausfallrisiko für die Banken und damit steigt letztlich der Gewinn.

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