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Bundesschatzbriefe als Geldanlage mit dem Staat als Schuldner
Wertpapiere sind stets Finanzprodukte, die bei richtiger Auswahl und Anlage Rendite von erheblichem Umfang erwirtschaften können. Allerdings ist hier nicht nur die Chance Gewinne zu erwirtschaften hoch, sondern ebenso die Chance Verluste zu machen. Dies gilt insbesondere für Anleger, denen zum einen das nötige Know How - welches insbesondere der Wertpapierhandel an der Börse erfordert - und zum anderen die nötige Zeit für einen erfolgreichen Wertpapierhandel fehlt. Diesen Anlegern kann stets die Investition in die sogenannten Bundesschatzbriefe empfohlen werden. Dabei handelt es sich um klassische festverzinsliche Wertpapiere, die vom Bund ausgegeben werden und nicht an der Börse gehandelt werden. Deshalb können durch den Kauf von Bundesschatzbriefen dem Anleger keine Verluste entstehen.



Schuldner der entstehenden Zinsen ist in diesem Fall der Staat. Der Anleger leiht dem Staat durch den Kauf des Bundesschatzbriefes Geld, wofür er im Gegenzug Zinsen erhält. Wie bereits gesagt können dem Anleger mithin auch keine Verluste entstehen.

Auch der Kauf und Verwaltung der Bundesschatzbriefe ist denkbar einfach. Zum einen Beträgt die Mindestanlagesumme lediglich 50 Euro, weshalb auch Anleger mit sehr wenig Eigenkapital von den Vorteilen der Bundesschatzbriefe profitieren können. Zudem können die gekauften Bundesschatzbriefe auch kostenlos von der Deutschen Finanzagentur - einer 100 % Tochter des Bundes - verwaltet werden. Dadurch entfallen lästige Depot- und Verwaltungsgebühren und die kostenpflichtige Einrichtung eines Depots kann, falls noch nicht vorhanden, entfallen. Darüber hinaus ist die gesamte Verwaltung der Bundesschatzbriefe mit allen anfallenden Aufgaben ebenfalls über das heimische Internetbanking und über die gewöhnliche Briefpost möglich.

Die Rendite der Anlage in Bundesschatzbriefen hängt dabei in erster Linie nach der gewählten Art des Bundesschatzbriefes ab. Derzeit gibt es zwei Typen, die sich in ihrer Anlagestruktur unterscheiden.

Zum einen gibt des Bundesschatzbrieftyp A, bei die Anlagelaufzeit 6 Jahre beträgt. Das Geld wird also auf diesen Zeitraum fest angelegt, wobei jährlich Zinsen entstehen. Diese werden jeweils am Ende der Jahreslaufzeit an den Anleger ausgezahlt und müssen von diesem ordnungsgemäß versteuert werden. Der Anleger kann auf Wunsch auch die fälligen Zinsen erneut in weitere Bundesschatzbriefe investieren. Diese erneute Anlage wird von der Deutschen Finanzagentur kostenlos abgewickelt. Nach Ablauf der Laufzeit wird der Nennwert des Anlagebetrages ausgezahlt.

Bei dem zweiten Bundesschatzbrieftyp B wird die Anlagesumme vielmehr auf einen Zeitraum von 7 Jahren festgelegt und die Zinsen nur einmal ausgezahlt. Dies geschieht am Ende der Laufzeit gemeinsam mit dem Nennwert. Auch hier muss der Zinsertrag erneut als Einnahme aus Kapitalanlage versteuert werden.
Unter gewissen Umständen ist auch eine frühzeitige Rückgabe der Bundesschatzbriefe möglich. Diese ist allerdings nicht ratsam, da die anfallenden Zinsen jährlich progressiv steigen, die Höhe der Zinszahlungen steigt also mit dem Anlagejahr.

Darüber hinaus ist die konkrete Zinshöhe von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. 2007 lag der durchschnittliche Jahreszinssatz bei 4 %, was einigen Unkenrufen zum Trotz auch mit risikobehafteten Fonds mithalten konnte.

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