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Chancen und Risiken von Penny Stocks
Spätestens seit beim Zusammenbruch des Neuen Marktes 2001 ist der Begriff "Penny Stocks" bei zahlreichen Anlegern bekannt. Denn in dieser Zeit entwickelten sich innerhalb kürzester Zeit insbesondere Technologie- oder Medienaktien, denen noch ein paar Monate zuvor eine großartige Zukunft prognostiziert wurde, zu Penny Stocks. Der Begriff bezeichnet an einer Börse gelistete Aktien eines Unternehmens, die im Euroraum unter 1 Euro und im Dollarraum unter 5 US-Dollar notieren. Aufgrund verschärfter Transparenz- und Delistingregularien sind solche Aktien selten in den bekannten Standardindizes wie DAX, MDAX, TecDAX zu finden.



So wie jeder freie Marktpreis ergibt sich auch der Kurs einer Aktie als deren Kauf- und Verkaufspreis aus dem vorherrschenden Angebot sowie der Nachfrage nach Anteilen des entsprechenden Unternehmens. Je höher die Nachfrage bei einem konstanten Angebot bzw. je niedriger das Angebot bei gegebener Nachfrage, desto höher ist der Preis. Die Nachfrage nach einer Aktie hängt vom fundamentalen und technischen Kurspotential einer Aktie ab. Das Angebot hängt von der Stückzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien ab. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung kann das Angebot jedoch vom Unternehmen selbst bei erhöhtem Kapitalbedarf gesteigert werden. Dies erfüllt seinen Zweck natürlich nur dann, wenn auch entsprechende Käufer am Markt zu finden sind.

Die am Markt gehandelten Volumina bei Penny Stocks sind vergleichsweise gering. Dies liegt zum einen am niedrigen Preis der Aktien sowie zum anderen an der schwierigen Preisbildung aufgrund fehlender Liquidität. Dieser Umstand birgt sowohl die wesentliche Chance als auch die Risiken von Penny Stocks in sich. Steigt ein Investor mit einer gewissen Summe in ein Penny Stock Unternehmen ein, treibt das den Preis deutlich mehr, als wenn er einen deutlich teureren Standardtitel erwirbt. Der Aktienkurs steigt und der Anleger kann innerhalb kurzer Zeit und abhängig von nur einer oder weniger Transaktionen erhebliche Kurssteigerungen verbuchen.

Hier steckt im Umkehrschluss jedoch auch das hohe Risiko bei Penny Stocks. Wenige Transaktionen sorgen bereits für eine sehr hohe Volatilität im Aktienkurs. Diese Schwankungsbreite kann sich sowohl positiv wie im obigen Fall als auch negativ auswirken, wenn einer oder mehrere Investoren ihren Aktienanteil veräußern. Ein weiteres Risiko bei Penny Stocks liegt in der geringen Liquidität. Ein funktionierendes Marktsystem, das Angebot und Nachfrage zusammenbringt, funktioniert nur dann, wenn zu jeder Zeit von beiden Seiten entsprechendes Interesse vorliegt. Hat in einem bestimmten Aktienwert über einen längeren Zeitraum kein Marktteilnehmer ein Kaufinteresse, kann auch kein marktgerechter Preis zustande kommen. Möchte der Anleger seinen Aktienanteil also veräußern, kann es passieren, dass er entweder gar keinen oder einen nicht aktuellen Marktpreis gestellt bekommt und seine Anteile im schlimmsten Fall zu günstig veäußern muss.

Letztendlich eignen sich Penny Stocks aussschließlich für sehr spekulative Anleger oder für Anleger, die kleine Beträge als Spielgeld in innovative und meist auch spekulative Zukunftsbranchen investieren möchten.

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