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Chinesische Aktien bieten grosse Chancen aber auch höheres Risiko
Kaum ein anderes Volk auf der Welt spart derart viel Geld, wie die Deutschen. Soweit ist das ja auch sehr löblich, problematisch ist jedoch, dass sehr viele Gelder nach wie vor in sehr unlukrative Anlageformen fließen. Aktien oder Aktienfonds werden oft noch sehr in ihrer Attraktivität verkannt. Besonders wenn man Geld über sehr lange Zeiträume anlegen möchte, sind Aktien jedoch oft eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen Geldanlagen.



Einer der attraktivsten, jedoch zugleich auch volatilsten Aktienmärkte der Welt ist der chinesische Markt. Um nun aber zu verstehen, warum der Aktienmarkt, allgemein in Asien, speziell jedoch in China, derart volatil ist, muss man zuerst die Grundlagen der chinesischen Wirtschaft erläutern:
China hat sich zwar in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und stellt schon heute einen der größten Märkte der Welt dar, vergleicht man das Land jedoch mit den hochentwickelten Industrienationen der Welt, stellt man schnell fest, dass China noch lange nicht auf dem Niveau angekommen, was man von einem Land der so genannten "1. Welt" erwartet. China gehört zwar auch nicht mehr zur "3. Welt", es befindet sich aber noch immer in einer Übergangsform, die häufig als "Tigerstaat" bezeichnet wird. "Tiger" deshalb, weil sich das Land quasi zum Sprung zum Industriestaat ansetzt.

Wie bei den meisten Tigerstaaten sind aber auch in China noch große, infrastrukturelle und politische Probleme zu bewältigen. Zwar gibt es sehr viele, ausländische Investoren, die ihrerseits sehr viel Geld nach China bringen, die Rahmenbedingungen des Landes müssen jedoch durch die Politik nachhaltig verbessert werden - ein Weg, der vollkommen neu für das kommunistische Land ist. Hinzu kommt, dass, ebenso wie in den meisten anderen Tigerstaaten auch, die Korruption und besonders die Vetternwirtschaft in China eine gewichtige Rolle spielen. Sehr viel Geld, dass der Wirtschaft also eigentlich zur Verfügung stehen würde, kommt niemals da an, wo es hin sollte.

Erschwerend kommt auch hinzu, dass die chinesische Bevölkerung selber in der Lage sein muss, die Volkswirtschaft zu tragen - vom Export alleine kann kein land der Welt, außer vielleicht die Erölstaaten, leben. Wenn aber die westlichen Betriebe in China zu absoluten Billiglöhnen produzieren, wird die chinesische Binnenwirtschaft künstlich kleingehalten - auch das ist ein sehr strukturelles Problem des Landes.

Alle diese Entwicklungen wirken sich nun natürlich auch auf die Börse aus, je nachdem, wie die aktuellen Entwicklungen sich darstellen, geht der Aktienkurs mal hoch und mal runter, alles allerdings sehr viel stärker als bei uns im Westen. Hinzu kommt, dass es, gerade an den asiatischen Börsen, einen sehr hohen Anteil von Spekulanten gibt, also Menschen, die lediglich das schnelle Geld suchen. Wenn sich viele Spekulanten an der Börse befinden, sorgt dies zudem für extrem hohe Volatilität.

Zusammenfassend kann man sagen, dass China unterm Strich sehr gute Wachstumschancen hat und diese bestimmt auch nutzen wird, die Aktienkurse kurz- bis mittelfristig allerdings sehr starkt schwanken können. Der chinesische Aktienmarkt eignet sich deshalb eher für Anleger, die schon etwas Erfahrung mit Aktienhandel haben als für Menschen ohne jede Erfahrung.

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