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Das Aufzinsungspapier im Renditevergleich
Bei einem Aufzinsungspapier handelt es sich um ein festverzinsliches Wertpapier, welches vom Sparer zum Nennwert erworben und am Fälligkeitstag gegen die Auszahlung der angefallenen Zinsen einschließlich der Zinseszinsen zurückgegeben wird. Die Höhe des Zinssatzes wird bereits bei der Emission der Papiere festgelegt und kann sowohl unveränderlich als auch steigend sein. Da der Anleger seine aus dem Aufzinsungspapier resultierenden Zinsgewinne erst bei der Rückgabe realisiert, fallen die entsprechenden Steuern auch erst dann an.



Die Einkünfte sind selbstverständlich steuerfrei, sofern der Freistellungsauftrag noch nicht ausgeschöpft wurde. Zur Verteilung der Einnahmen auf mehrere Jahre ist es sinnvoll, Aufzinsungspapiere mit unterschiedlichen Laufzeiten und verschiedenen Jahren der Rückgabe zu erwerben. Grundsätzlich ist es vorstellbar, dass eine Bank eine dem Aufzinsungpapier ähnliche Anlage mit einem variablen Zinssatz ausgibt. So kann ein Kreditinstitut, welches einen Sportverein fördert, ein entsprechendes Papier anbieten, deren Zinssatz sich nach dessen Erfolg richtet. Gemäß des gegenwärtigen Sprachgebrauchs würde ein solches Wertpapier jedoch nicht als Aufzinsungspapier bezeichnet, obgleich es mit diesem vergleichbar ist, wenn die Zinserträge angesammelt und am Ende der Laufzeit ausgezahlt werden. Bei den am häufigsten in Deutschland verkauften Abzinsungspapieren handelt es sich um Sparbriefe und um Bundesschatzbriefe. Sparbriefe werden von Banken und Sparkassen ausgegeben. Neben der Variante als Aufzinsungspapier können sie auch mit einer jährlichen Zinszahlung oder als Abzinsungspapier verkauft werden. Sparbriefe werden mit einer Laufzeit von einem Jahr bis zu zehn Jahren aufgelegt und bieten eine deutlich bessere Verzinsung als Sparbücher mit vereinbarter Kündigungsfrist.

Im Gegensatz zum eher junge Menschen ansprechenden Festgeld werden sie auch von älteren Sparern geschätzt. Die Verzinsung eines aufgezinsten Sparbriefes kann während der gesamten Laufzeit unveränderlich oder steigend sein. Der Kunde weiß in beiden Fällen bereits beim Erwerb des Wertpapieres dessen exakten Rückkaufwert. Die vorzeitige Rückgabe von Sparbriefen ist nicht möglich, sie können jedoch bei Bedarf beliehen werden. Hierfür fallen Zinsen an, welche den vereinbarten Habenzinssatz um einen Prozentpunkt übersteigen. Während das Geld beim Erwerb von Sparbriefen für die gesamte Laufzeit festgelegt ist, bieten Bundesschatzbriefe eine etwas größere Flexibilität, da jeder Anleger im Laufe von dreißig Zinstagen Schatzbriefe im Wert von maximal 5000 Euro zurückgeben darf. Der aufgezinste Bundesschatzbrief wird als Typ B bezeichnet, während der Sparbrief Typ A mit jährlicher Zinszahlung verbunden ist. Damit die Anleger motiviert sind, Bundesschatzbriefe trotz der Möglichkeit zur vorzeitigen Rückgabe bis zum Ende der Laufzeit zu behalten, sind diese mit jährlich steigenden Zinssätzen ausgestattet. Die Wertpapiere dienen sowohl der Vermögensbildung weiter Bevölkerungskreise als auch der preiswerten Kreditbeschaffung seitens des Staates.

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