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Das Konstant Darlehen und seine Vorteile und Nachteile
Vorerst sei geklärt, wobei es sich bei einem Konstantdarlehen überhaupt handelt. Dieses Darlehen ist eine besondere Form der Bausparvorfinanzierung. Der Darlehensnehmer wird über die ganze Laufzeit hinweg eine gleich bleibende Rate bezahlen, was durch die Zusammenlegung des Darlehensbetrages, der Bausparsumme sowie der monatlichen Zahlungen realisierbar ist. In den meisten Fällen werden dahingehen unterschiedliche (und nicht sonderlich geradlinige) Gesamtlaufzeiten von zum Beispiel 14 oder 22 Jahren angeboten.



Bei einem Vertragsabschluss eines Konstantdarlehens wird die erforderliche Summe komplett, also zu 100 Prozent ausgezahlt, also zum Beispiel 100.000 Euro. Zur gleichen Zeit wird eine Soforteinzahlung in einen Bausparvertrag getätigt, was 50 Prozent des Finanzierungsbedarfs ein nimmt, in unserem Fall 50.000 Euro. Der Betrag hierfür wird ebenso finanziert. Daraus ergibt sich eine Gesamtsumme von 150.000 Euro. Bis zur Zuteilung des Bausparvertrages (achtes Jahr) wird eine feste monatliche Rate beglichen. Hieraus ergeben sich auch weitere Einzahlungen in den Bausparvertrag. Nach der Zuteilung (beispielsweise im neunten Jahr) wird das Darlehen mit dem Bausparguthaben teilweise getilgt, jedoch der Restbetrag läuft als Bauspardarlehen weiter. Wie oben bereits erwähnt, ändert sich auch hier die Höhe der monatlichen Rate nicht.

Hieraus ergeben sich einige nennenswerte Vorteile jenes Finanzierungsmodells, welche nachfolgend kurz erklärt werden. Es bestehen vergleichsweise sehr niedrige Zinsen über die gesamte Laufzeit hinweg. Des weiteren gibt es kein Zinsänderungsrisiko in zehn oder fünfzehn Jahren, wie es bei anderen Darlehen normal wäre. Eine hundertprozentige Sondertilgungsmöglichkeit tut sich nach Zuteilung des Bausparvertrages (ab dem achten Jahr) auf, ebenfalls vorteilhaft erweist sich eine staatliche Förderung des Konstantdarlehen, welche beispielsweise als Wohnungsbauprämie angesehen werden kann. Ein Darlehen in dieser Sparte ist bereits ab 25.000 Euro möglich. Mit variablen Darlehensteilen lässt sich ein Konstantdarlehen ohne Probleme ebenfalls kombinieren, was sich dann anbietet, wenn schon in den ersten Jahren ganz flexibel Sondertilgungen geleistet werden möchten.

Ein Konstantdarlehen bringt aber nicht nur Vorteile mit sich, eine kurze Erläuterung eines ganz essenziellen Nachteils: Durch einen vorzeitigen, manchmal notwendigen, Ausstieg aus dem Finanzierungsmodell, entstehen dem Darlehensnehmer enorme und unnormal hohe Kosten. Warum? Der sehr konstante Zins macht das Darlehen nur auf den ersten Blick attraktiv. Auch die immer gleich bleibende Rate stellt nach außen hin eine sehr hohe Sicherheit dar, was es auch ist, also für etwa 28 Jahre. Selbstverständlich darf bei der Konstantmethode, wie bei jeder anderen Darlehensform auch, die Bausparkasse niemals den Zeitpunkt einer Zuteilung garantieren, dies ist gesetzlich verboten. Die Bausparkassen wenden allerdings eine Finte an und erreichen die Zuteilung somit absolut exakt. Es werden die Bewertungszahlen zum entscheidenden Ablösezeitpunkt sehr weit überschritten, was nur möglich wird, wenn die Phase des Ansparens extrem lang ist, ungefähr 14 bis 15 Jahre. Bis zu diesem Zeitpunkt ist noch kein Euro der bestehenden Finanzierungssumme getilgt worden. Somit würde ein vorzeitiger Ausstieg sehr Hohe Kosten verursachen.

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