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Das Konto überziehen kann teuer werden
Die Zeiten, in denen die meisten privaten Haushalte in Deutschland mehr als genug Geld zur Verfügung hatten und man es sich im wahrsten Sinne des Wortes "leisten" konnte, nicht so genau auf seine Ausgaben zu achten, sind heute ein- für allemal vorbei. Die schwierige wirtschaftliche Situation, hohe Arbeitslosen- und Inflationsraten und eine enorme Kostensteigerung bei den Gütern des täglichen Bedarfes, machen es immer schwieriger, die monatlichen Kosten genau im Blick zu haben. Wenn nun größere Ausgaben ins Haus stehen oder dringend Geld für einen Urlaub benötigt wird, ist es schnell passiert - das Konto wurde überzogen. Passt man nun nicht enorm auf, kann dieser Zustand zu deutlichen Problemen führen.



Die Banken, das muss an dieser Stelle jedoch auch einmal gesagt sein, machen es den Kontoinhabern heute aber auch enorm leicht, über Gelder zu verfügen, die sich überhaupt nicht im Besitz des Kunden befinden. Jeder Kontoinhaber, der über ein festes, monatliches Einkommen verfügt, wird heute in der Regel schon bei der Kontoeröffnung mit einem Dispositionskredit bedacht, es wird im also die Möglichkeit eingeräumt, sein Konto auch über die Nullgrenze hinaus zu belasten. Die Höhe des Dispositionskredites richtet sich nach der persönlichen Vereinbarung zwischen dem Kontoinhaber und dem Kunden, wenn nichts anderes abgesprochen wurde, gewähren die meisten Kreditinstitute jedoch schon von sich aus einen Rahmen in Höhe von ca. zwei Monatsnettogehältern.

Betrachtet man das Problem genauer, muss man nun sagen, dass es, so ehrlich muss man sein, nicht jedem Menschen vergönnt ist, gut mit Geld umgehen zu können. Wenn einem diese Tatsache bewusst ist, ist es eigentlich zum Teil auch ein Eigenverschulden der Banken, dass immer mehr Menschen sich in die Schuldenfalle hineinarbeiten, denn so mancher Dispositionskredit hätte eigentlich überhaupt nicht gewährt werden dürfen.

Der Zins, den Kunden auf den in Anspruch genommenen Teil ihres Dispositionskredites bezahlen müssen, ist von Bank zu Bank etwas unterschiedlich, liegt aber in der Regel zwischen 12 und 14%. Noch schlimmer wird es, wenn Kunden ihr Konto sogar noch über den Dispo-Rahmen hinaus belasten. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn nach Erreichen der Dispo-Grenze noch eine Lastschrift von dem Kreditinstitut eingelöst wird. In diesem Fall liegt der Zins oft bei ca. 15-18% p.a..

Eine grundsätzliche Verteufelung des Dispositionskredites wäre jedoch auch nicht im Sinne des Erfinders: Bei einem Dispositionskredit handelt es sich eigentlich um ein sehr lobenswertes Finanzprodukt, jedoch um eines, bei dem man sehr aufpassen muss, wann und in welchem Umfang man es nutzt. Es gibt Situationen, in denen ein Dispositionskredit durchaus helfen kann, größere Probleme abzuwenden, wer sich den ihm zur Verfügung stehenden Dispo-Rahmen jedoch als zur Verfügung stehendes Einkommen einplant, der begeht einen großen Fehler. Genau das wird aber vermehrt gemacht: Immer mehr Menschen betrachten ihren Dispo-Kredit als das Geld, dass ihnen zur Verfügung steht, vergessen dabei jedoch, dass dieses Geld ihnen überhaupt nicht gehört und sie dafür eine Menge Zinsen bezahlen müssen.

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