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Das Schufa Rating zur Bonitätsbewertung
Möchte man einen Kredit aufnehmen, so prüft das Kreditinstitut neben den persönlichen Verhältnissen in erster Linie die Bonität (also die Kreditwürdigkeit) des Antragstellers und entscheidet anschließend, ob und zu welchen Konditionen ein Kredit gewährt werden kann.



Zur Prüfung der Bonität wendet sich die Bank in der Regel an die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung), die über Millionen von Einzeldaten für ca. 75% aller natürlichen Personen in Deutschland verfügt. Finanziert durch die Banken und Sparkassen, sammelt und verwaltet die SCHUFA Angaben über Kredit- und Leasingverträge (Anträge, Erfüllung oder auch Säumnisse), Girokonten (Eröffnungen), Kreditkarten, Kundenkonten des Handels usw. Anhand der gesammelten Daten ermittelt die Schufa eine Reihe von Ratings, die - je nach Auskunftsart - mitgeteilt werden.

Das bekannteste Rating ist der SCHUFA-InkassoScore, der Privatpersonen entsprechend Ihrer bisher gesammelten Daten in Ratingstufen von A bis M einteilt. Anhand dieser Werte kann man die Wahrscheinlichkeit erkennen, mit der ein Kredit zurückgezahlt wird. A stellt dabei die höchste Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung von Forderungen dar, M die niedrigste. Diese Stufen werden noch feinunterteilt in den Score. Der Score ist eine Zahl von 0 bis 1000 und wird in Bereichen den o.a. Stufen zugeordnet um die Positionierung innerhalb einer Stufe noch besser einschätzen zu können. Dem zugeordnet ist dann noch der sog. Inkasso-Index (siehe Tabelle unten). So bedeutet z.B. ein Inkasso-Index von 118, dass eine "Beitreibungswahrscheinlichkeit" (also die Erfüllung der Forderung des Gläubigers) höher als der Durchschnitt (der Durchschnittsindex ist 100) ist. Hier die genaue Aufschlüsselung:

Ratingstufe / Score (Bereich) / Inkasso-Index
A / 810 - 1.000 / 273
B / 763 - 809 / 236
C / 725 - 762 / 194
D / 685 - 724 / 169
E / 609 - 684 / 148
F / 532 - 608 / 118
G / 555 - 531 / 83
H / 387 - 554 / 66
I / 323 - 386 / 50
K / 261 - 322 / 45
L / 186 - 260 / 31
M / 0 - 185 / 22

Neben diesem Basisscore gibt es noch den branchenabhängigen Score (da die Rückzahlungen auch je nach Branche unterschiedlich sind - so wird eine Rate für den Hypothekenkredit eher gezahlt als eine Rate für einen Versandhauskredit). Der Branchenscore wird täglich neu berechnet. Auch wird noch einmal unterteilt in Ratings für Privat-/natürliche Personen (B2C) oder Ratings für Firmen (B2B).

Es besteht auch die Möglichkeit einer Eigenauskunft zu den gespeicherten Werten bei der SCHUFA. Dieser ist kostenpflichtig und kann per Brief oder Internet angefordert werden. In einigen großen Städten kann man eine kostenlose (allerdings nur mündliche) Auskunft erhalten, wenn die SCHUFA dort eine Verbraucherservicestelle betreibt.

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