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Definition und Bedeutung von Streubesitz bei Aktien
Wer über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgreich in Aktien investieren möchte, der sollte sich zunächst einmal unter anderem auch mit den Fachbegriffen beschäftigen, die in der Börsenlandschaft alltäglich verwendet werden. Dazu gehört unter anderem, dass man sich über die grundsätzliche Funktionsweise des Börsenhandels informiert, denn nur so ist es auf Dauer möglich, mit dem Aktienhandel auf einem soliden Fundament Gewinne zu erzielen. Einer der zahlreichen Fachbegriffe, die im Bereich des Handels mit Aktien verwendet werden, ist der sogenannte Streubesitz. Um zu verstehen, was der Streubesitz beinhaltet, ist es zunächst sinnvoll, etwas näher zu erläutern, warum Aktiengesellschaften überhaupt Aktien emittieren bzw. auf welche Weise Anleger die Möglichkeit haben, Aktien zu erwerben.



Grundsätzlich ist es so, dass keine Aktiengesellschaft dazu verpflichtet ist, ihre Aktien auch an der Wertpapierbörse notieren zu lassen. Besonders bei kleineren und mittelständischen Unternehmen ist es durchaus üblich, dass die Aktien im Unternehmen selbst bleiben und keinem Außenstehenden zugänglich gemacht werden. Bei größeren Aktiengesellschaften ist es demgegenüber so, dass die Aktien entweder an der Börse notiert werden oder potentiellen Aktionären auf andere Weise zugänglich gemacht werden. Diese Aktien, die quasi auf dem freien Markt erhältlich sind, werden mitunter auch als Streubesitz bezeichnet. Prinzipiell beinhaltet der Streubesitz, dass viele emittierte Aktien auf ebenfalls sehr viele verschiedene Aktionäre verteilt sind. In aller Regel ist es für die Aktiengesellschaft relativ positiv, wenn der Streubesitz vergleichsweise hoch ist. Denn umso weniger Aktien ein einzelner Aktionär hält, desto geringer ist auch sein Mitspracherecht im Unternehmen.

Ist der Streubesitz hingegen relativ gering, so gibt es nicht selten mehrere Aktionäre, die über ein größeres Aktienpaket verfügen. Diese Aktionäre haben dann auch auf der Hauptversammlung eine gewichtige Stimme und die Möglichkeit, zum Teil bestimmte Entscheidungen der Aktiengesellschaft zu beeinflussen. Besonders die großen DAX-Werte haben in der Regel einen sehr hohen Streubesitz, sodass sich die ausgegebenen Aktien nicht selten auf viele Zehntausend Aktionäre verteilen. Für den Anleger, der Aktien in erster Linie zur Geldanlage oder Spekulation nutzt, ist es relativ bedeutungslos, ob und wie viele Aktien sich im Streubesitz befinden. Nur unter der Voraussetzung, dass man seine Stimmrechte ausüben und einen gewissen Einfluss nehmen möchte, kann es interessant sein, wie sich der Streubesitz der jeweiligen Aktien gestaltet.

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