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Den Dispo erhöhen oder günstigere Kreditalternative?
Fast jeder Bankkunde hat einen Dispositionskredit, welchen er gelegentlich in Anspruch nimmt. Das auf dem Girokonto eingeräumte Kreditlimit dient in erster Linie der Überbrückung finanzieller Engpässe. Doch bei vielen Kunden dient der Dispositionskredit lang nicht mehr nur diesem Zweck.



Durch steigende Lebenshaltungskosten sind viele Kunden monatlich auf den Dispositionskredit angewiesen. Meist erhöht sich die Inanspruchnahme des Kreditrahmens sukzessive so weit, dass die Grenze des Dispositionskredits schnell erreicht ist. Aus diesem Grund sprechen anschließend die Kreditnehmer mit ihren Beratern und bitten um Erhöhung des eingeräumten Dispolimit. Doch genau diese Bitte führt nur noch weiter in die Schulden hinein. Die Kreditinstitute verdienen an den Dispokrediten viel Geld, da die Kunden hohe Zinssätze dafür zahlen müssen. Bittet nun ein Kunde um Aufstockung des Dispositionskredites, so willigen die Banken meist freudestrahlend ein, da sie so noch mehr Geld bekommen. Der Kunde zahlt jedoch bei der vierteljährlichen Kontoabrechnung einen sehr hohen Betrag allein für die Zinsen, sodass er weiter ins Soll rutscht.

Eine bessere Alternative ist die Umschuldung der laufenden Inanspruchnahme in ein kurzfristiges Darlehen. Diese Alternative hat mehrere Vorteile. Der Wichtigste Vorteil ist die Ersparnis der nicht zu zahlenden Zinsen für den Dispositionskredit. Nach Umschuldung ist das Girokonto wieder ausgeglichen und man zahlt lediglich die festen Zinsen für das neue Darlehen. Diese Ersparnis kann je nach Darlehen bis zu 8 % ausmachen. Weiterhin hat man als Kunde nun eine Kalkulationsgrundlage, weil man vorher festgelegte Raten zahlt, damit man die Schulden tilgen kann. Beim Dispositionskredit hat man meist nicht die Konsequenz diesen monatlich zurückzuführen. Im Zuge einer Umschuldung kann außerdem der Kreditbetrag so gewählt werden, dass man zusätzlich noch Geld für anstehende Anschaffungen zur Verfügung hat. Außerdem steht der komplette eingeräumte Kreditrahmen nun wieder zur Verfügung, sodass man diesen als Kunden gelegentlich wieder nutzen kann. Man kann also wieder frei über sein Geld verfügen.

Kunden sollten jedoch nicht den Fehler machen eine neue Inanspruchnahme aufzubauen. In vielen Fällen erfolgt anschließend eine erneute Umschuldung, sodass schnell sehr hohe Darlehenssummen entstehen. Die Umschuldung eines Girokontos lohnt sich jedoch immer. Die Summe der gesparten Zinsen wird sehr oft unterschätzt. Wer vor der Wahl steht die Inanspruchnahme auf seinem Girokonto umzuschulden, der sollte diese Option immer wählen. Denn was viele nicht wissen ist, dass der Zinssatz des Dispositionskredites variabel ist und stets an die Veränderungen am Geld- und Kapitalmarkt angepasst werden kann. Außerdem kann ein Dispositionskredit von der Bank nach Einhaltung einer angemessenen Frist gekündigt werden, sodass der komplette Betrag sofort fällig ist. Das kann bei einem abgeschlossenen Darlehen nur dann passieren, wenn die Raten nicht gezahlt werden. Aus diesen zahlreichen Gründen sollte daher immer eine günstigere Kreditalternative in Anspruch genommen werden, wenn der Dispositionskredit voll ausgeschöpft ist. Fast jede Alternative ist günstiger als die Aufstockung des Dispositionskredites.

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