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Den Lohnsteuersatz senken durch wechsel der Steuergruppe
Die Lohnsteuer ist eine bestimmte Erhebungsform der Einkommensteuer auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Dafür wird die Lohnsteuer vom Arbeitnehmer ermittelt und an das Finanzamt abgeführt. Ermittelt wird die Steuer anhand des Bruttolohns und so genannter Lohnsteuerklassen. Diese Lohnsteuerklassen haben also maßgeblichen Einfluss auf die letztlich zu entrichtende Steuer.



Das geltende Einkommensteuerrecht kennt derzeit sechs verschiedene Lohnsteuerklassen, in die der steuerpflichtige Arbeitnehmer je nach Vorliegen bestimmter Voraussetzungen einzutragen ist. So ist zum Beispiel ein lediger steuerpflichtiger Arbeitnehmer in die Lohnsteuerklasse I einzutragen. Ist die jeweilige Lohnsteuerklasse ermittelt, bestimmt dies den konkreten Lohnsteuersatz des Steuerpflichtigen. Dieses System ermöglicht es dem Arbeitgeber, schnell und komfortabel die jeweilige Lohnsteuerschuld eines steuerpflichtigen Arbeitnehmers zu errechnen. Er muss nunmehr nur noch anhand des Bruttolohns und der Steuerklasse die letztliche Steuerschuld aus einer amtlichen Tabelle entnehmen. Demnach bietet eine Gestaltung der Lohnsteuerklasse Möglichkeiten zur Steuerersparnis. Insbesondere kann der Lohnsteuersatz durch einen Wechsel der Steuergruppe gesenkt werden.

Dies kann zunächst für Ehegatten vorteilhaft sein.

So kennt das geltende Einkommensteuerrecht hier eine so genannte Zusammenveranlagung. Die Ehegatten werden also zusammen besteuert. Dennoch können Ehegatten, die beide Berufstätig sind, in verschiedene Steuerklassen subsumiert werden. In der Regel werden beide Ehegatten in die Steuerklassen IV und IV subsumiert, sodass der Lohnsteuersatz beider Partner letztlich gleich hoch ist. Dies kann aber in verschiedenen Situationen nachteilig sein, sodass sich insofern der Wechsel der Lohnsteuerklasse für einen der beiden Partner lohnen kann. Empfehlenswert ist dieses Vorgehen dann, wenn einer der beiden Partner deutlich mehr verdient als der andere. Dann können die Ehegatten verschiedene Lohnsteuerklassen wählen, mit dem Ergebnis, dass das Einkommen des besser verdienenden Ehepartners mit einem geringeren Lohnsteuersatz besteuert wird als das des schlechter verdienenden. Hier findet ein Wechsel der Lohnsteuerklassen von IV und IV zu III und V statt, wobei der besser verdienende Ehepartner stets die Steuerklasse III wählen sollte.

Doch auch außerhalb solcher Gestaltungen kann der Wechsel der Lohnsteuerklasse Einfluss auf den Steuersatz haben.

Allerdings ist zu beachten, dass ein Wechsel der Steuerklasse nicht ohne weiteres erfolgen kann, da der Steuerpflichtige anhand verschiedener, objektiver Merkmale in die Steuerklasse eingeteilt wird. Ein Wechsel ist jedoch dann sinnvoll und nötig wenn sich Änderungen hinsichtlich dieser bestimmten Merkmale ergeben haben. So ist etwa ein geschiedener steuerpflichtiger Arbeitnehmer stets in die Lohnsteuerklasse I einzutragen. Wird jedoch nunmehr ein minderjähriges Kind mit Anspruch auf Kindergeld in dem Haushalt des steuerpflichtigen Arbeitnehmers gemeldet, etwa weil der Arbeitnehmer kürzlich das alleinige Sorgerecht für ein Kind aus der geschiedenen Ehe erhalten hat, wäre er in die Lohnsteuerklasse II einzutragen. Das Finanzamt, welches für die Einteilung der Steuerklassen zuständig ist, wird jedoch nur selten von der Änderung der Sachlage erfahren, sodass der steuerpflichtige Arbeitnehmer weiterhin zu viel Steuern zahlt. Seinen Lohnsteuersatz kann er nunmehr mit einem Antrag auf Wechsel der Steuergruppe senken.

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