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Der Effekt der Zinseszinsen bei der Geldanlage
Menschen, die eine Geldanlage suchen, sind natürlich an einem möglichst hohen Zins interessiert. Daher werden im Internet Vergleiche durchgeführt, um den möglichst günstigsten Anbieter zu finden. Allerdings sollte man sich hier nicht allein auf den angegebenen Zins stützen, denn auch die Art und Häufigkeit der Zinszahlung spielt bei der Anlage eine wichtige Rolle.



Vor allem bei Tagesgeldkonten findet man sehr unterschiedliche Zinszahlungsvarianten. So bezahlen einige Institute die Zinsen für ihre Konten monatlich, anderen wiederum nur quartalsweise oder gar nur jährlich. Die Tagesanleihe des Bundes, die seit Juli 2008 auf dem Markt ist, bezahlt die Zinsen sogar täglich an die Anleger aus. Bei Festgeldern hingegen werden die Zinsen meist erst am Ende der Laufzeit gezahlt. Nur bei mehrjährigen Anlagen findet man auch hier Produkte, bei denen die Zinsen zumindest am Ende eines Kalenderjahres bezahlt werden.

Doch nicht nur die Zinszahlung an sich ist unterschiedlich. Auch sollten Anleger darauf achten, wie die Zinsen ausgezahlt werden. Werden sie nämlich auf das Verrechnungskonto, beispielsweise das Girokonto, gezahlt, erhalten Anleger hierfür keine Verzinsung. Erfolgt die Auszahlung hingegen auf das Anlagekonto, werden die Zinsen wieder mit verzinst, es entsteht ein Zinseszinseffekt. Und dieser ist nicht zu verachten. Je häufiger nämlich die Zinsen gezahlt werden, desto größer ist dieser Effekt und desto höher ist die Gesamtrendite.

Um den Effekt darzustellen, dient ein Tagesgeldkonto mit einer Einlage von 30.000 Euro und einem Zins von 4,5% als Beispielanlage. Das Kreditinstitut A bezahlt die Zinsen hierbei monatlich, das Institut B quartalsweise und das Institut C nur jährlich. Anleger, die ihr Geld beim ersten Bankhaus angelegt haben, können so bereits nach dem ersten Monat mit einem Zinsertrag von 112,50 Euro rechnen. Dieser Betrag wird dann den bereits vorhandenen 30.000 Euro aufgeschlagen, von nun an verzinsen sich also 30.112,50 Euro, bei den anderen beiden Instituten liegt der Verzinsungsbetrag jedoch noch immer bei 30.000 Euro. Nach Ablauf des ersten Quartals haben sich bei Anlage A bereits 30.338,80 angesammelt, beim Tagesgeldkonto B durch die erste Zinszahlung bereits 30.337,50 und bei Anlage C stehen noch immer nur 30.000 Euro zu Buche. Deutlicher wird der Zinseszinseffekt allerdings nach einem Jahr. Dann erfolgt auch beim Konto C die Zinszahlung, und zwar in Höhe von 1.350 Euro, was einem Zins von 4,5% p.a. entspricht. Der Anleger mit Konto B hingegen erhält 1.372 Euro Zinsen, der Effektivzins liegt somit bei 4,573%. Das Tagesgeldkonto A hingegen rentiert mit 4,594%, was einem Zinsertrag von 1.378,20 entspricht. Der Ertrag ist also etwa 0,1% p.a. höher.

Fazit: Zinseszinsen können die Rendite einer Anlage deutlich erhöhen. Allerdings ist der Zinseszinseffekt erst bei höheren Anlagen wirklich nennenswert, wodurch ein Wechsel des Tagesgeldkontos bei kleinen Anlagesummen nicht unbedingt lohnend ist.

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