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Die häufigsten Schuldenfallen
Um heutzutage in eine Schuldenfalle zu geraten, bedarf es wenig eigener Anstrengung und ist oft mit Fahrlässigkeit und Leichtsinn zu erklären. Eine solche Schuldenfalle ist, besonders für junge Leute, das Handy. Bei vertragsgebundenen Mobiltelefonen genügt ein Urlaub im Ausland und dort der "ganz normale Betrieb“, um Wochen danach vor Rechnungen zu stehen, die nicht mal eben beglichen werden können, weil die verfügbaren finanziellen Mittel bei Weitem nicht ausreichen.



Eine weitere Kosten- und somit Schuldenfalle sind die überteuerten Abonnements für beispielsweise Klingeltöne oder Bildschirmoutfits. Eine andere Sorglosigkeit im Umgang mit diesem Medium ist die mangelhafte oder ungenügende Kenntnis der wichtigsten Gerätedaten. Da wird weder die Gerätenummer notiert, noch kennt man die eigene Rufnummer oder es reicht noch nicht mal zum Wissen, mit welchem Anbieter man einen Vertrag abgeschlossen hat, weil der Vertrag gleich mit der Original Verkaufsverpackung entsorgt wurde. Kommt es in solchen Fällen zum Verlust des Gerätes, der sogar über Tage oder Wochen unbemerkt blieb, kann ein Dieb oder "Finder“ einen Schaden verursacht haben, für den die eigene Kasse längst nicht ausreicht.

Ähnlich verhält es sich mit dem sorglosen Surfen und Klicken im Internet. Obwohl in allen Medien immer wieder vor den Gefahren von Anmeldungen bei unbekannten Anbietern oder einfachem Anklicken von entsprechenden Buttons gewarnt wird, die Schadensfälle nehmen zu. Zu viele unseriöse Anbieter, die Abonnementgebühren für ihre Dienste im Kleingedruckten verstecken, verstehen es meisterlich, Rechnungen zu erstellen, zu versenden und dann auch mit Hilfe spezialisierter Anwaltskanzleien einzutreiben.

Neben den bis hierher genannten Schuldenfallen existieren leider immer noch die Klassiker wie Ratenkäufe bei Versandhäusern, Kreditaufnahme für Wohnungseinrichtung, Autokauf oder Urlaubsreisen. Zu oft sind die Schuldenarten in Gemeinsamkeit vertreten, weil die Schuldner der Versuchung nicht widerstehen konnten, sich ihre Wünsche sofort, ohne eigenes Ansparen zu erfüllen.

Eine besonders verbreitete Schuldenfalle ist immer noch die Verwendung von Einkünften, die man zwar mit Recht erwartet, die aber ausbleiben. Einen großen Teil derselben bildet plötzlicher Arbeitsplatzverlust und der darauf folgenden Arbeitslosigkeit. Daneben existiert allerdings ein immer größer werdender Anteil, der ausschließlich auf ungenügende Zahlungsmoral zurück zu führen ist. Löhne und Gehälter werden systematisch erst mit monatelanger Verzögerung ganz oder teilweise gezahlt und nicht mehr selten auch gar nicht. Immer mehr Selbständige und Freiberufler geraten in die Schuldenfalle, weil sie sich zuerst vertrösten lassen um dann später feststellen zu müssen, dass nie ein korrekter Zahlungswille bestand. Für diese letztgenannte Gruppe entsteht Zuwachs aus gescheiterten Franchiseexistenzen und Existenzgründungen, die keinen Bestand hatten. Nicht selten bestehen hier anschließend Schulden aus Steuer- und Sozialversicherungsbeitragsversäumnissen in erheblicher Höhe.

Nach dem Motto "unverhofft kommt oft“ sind Wege in Schuldenfallen aus Unfällen aller Art und verschiedensten Wechselfällen des Lebens nicht selten. Ein Autounfall, bei dem zwischen den Beteiligten vereinbart wurde, den Schaden ohne die Kfz-Haftpflichtversicherer privat zu regeln, ein Bußgeldbescheid wegen eines Verkehrsdelikts, zeitweiliger Führerscheinverlust aber auch der Verlust einer Geldbörse können als unvorhergesehene Ausgaben der erste Schritt in Zahlungsschwierigkeiten sein. Fast immer machen die Betroffenen zu diesem Zeitpunkt den entscheidenden Fehler, die Ereignisse auf sich zukommen zu lassen. Trotz Mahnungen bleiben sie untätig. Kommt es dann erst zu Anwalts- und Gerichtskosten, türmen sich die Schulden schnell zu einem unüberschaubaren Berg auf. Dabei könnte zu einem frühen Zeitpunkt, bei dem es um Zahlungsschwierigkeiten und nicht um Zahlungsunfähigkeit geht, durch ehrlichen Informationsaustausch mit Gläubigern und Vertragspartnern das Schlimmste vermieden werden.

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