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Die Höhe der Vorfälligkeitsgebühr bei Kreditkündigung
Die Banken, die Kredite vergeben, tun dies meist über einen fest definierten Zeitraum. Das Geld, welches sie in dieser Zeit an den Kunden verleihen, wird gleichzeitig über den Kapitalmarkt refinanziert, die Bank besorgt sich dies also entweder bei anderen Kunden oder aber bei anderen Banken. Der Zeitraum der Refinanzierung ist hierbei identisch mit der Laufzeit des Kredites.



Es gibt jedoch zahlreiche Situationen im Leben eines Menschen die es notwendig machen, einen Kredit vorzeitig zurückzuzahlen. Sei es, dass die Ehe der beiden Vertragsparteien geschieden wird, sei es, dass eine Umschuldung gewünscht ist oder aber dass der Kreditnehmer beispielsweise durch eine Erbschaft nun über ausreichend Guthaben verfügt, den Kredit sofort zurückzuzahlen. In diesem Fall möchte er natürlich die zu zahlenden Kreditzinsen sparen.

Bei Ratenkrediten ist eine Kreditkündigung in den meisten Fällen sechs Monate nach Vertragsunterschrift mit einer Frist von drei Monaten möglich. Bei Baufinanzierungen hingegen ist eine Kreditkündigung in den ersten zehn Jahren ausgeschlossen, erst danach kann mit einer sechsmonatigen Frist gekündigt werden. Viele Kreditnehmer wollen diese Frist jedoch nicht einhalten. Um ihren Kunden entgegen zu kommen, stimmen die Banken daher meist einer Auflösung des Kredites zu, allerdings nur gegen Berechnung von Vorfälligkeitsgebühren. Diese Gebühren sollen den Schaden der Bank ersetzen, denn diese hat sich auf die vertraglich vereinbarte Laufzeit verlassen.

Diese Vorfälligkeitsgebühren werden von den Banken immer dann berechnet, wenn ein Kunde den Wunsch auf vorzeitige Kreditauflösung angibt. Die Berechnung der Vorfälligkeitsgebühren wird grundsätzlich anhand der bei Kündigung geltenden Marktzinsen sowie der Restlaufzeit des Kredites errechnet. Nun wird geprüft, zu welchen Konditionen die Bank aktuell einen neuen Kredit vergeben könnte. Die Differenz zum damals vereinbarten Zinssatz sowie zur Möglichkeiten neuer Kredite wird nun ermittelt. Weiterhin müssen natürlich Bearbeitungsgebühren seitens der Bank eingerechnet werden. Somit gilt, dass je weiter die Zinsen auseinandertriften, desto höher ist auch die Vorfälligkeitsgebühr. Soll beispielsweise ein Baufinanzierungskredit mit einem Zins von 6% p.a. und einer Restlaufzeit von fünf Jahren gekündigt werden, um diesen umzuschulden, können die Vorfälligkeitsgebühren leicht einige Tausend Euro betragen. Lag der bei Vertragsabschluss vereinbarte Zins hingegen nur bei 4% p.a., ist die Vorfälligkeitsgebühr entsprechend niedriger. Sie wird wohl nur einige Hundert Euro betragen.

Da das zum Zeitpunkt der Kündigung geltende Zinsniveau wesentlich ist, kann die Vorfälligkeitsgebühr nur auf einen konkreten Tag ausrechnet werden. Sie wird erst auf Bitte des Kunden errechnet, oftmals wird hierfür jedoch eine Gebühr erhoben. Wer bereits vor dem Schreiben der Kündigung einen Anhaltspunkt haben möchte, kann Rechentools im Internet nutzen, die die Vorfälligkeitsgebühr zumindest überschlägig ermitteln. Diese Tools sind jedoch nie 100% genau und können somit nur ein Richtwert sein.

Mittlweile gehen einige Banken sogar dazu über, Kredite mit einem Vorfälligkeitsschutz anzubieten. Hier müssen Kreditnehmer bei bestimmten Ereignissen, beispielsweise beim Verkauf des Hauses in Folge eines arbeitsbedingten Umzugs bzw. bei Arbeitslosigkeit, keine Vorfälligkeitsgebühr bezahlen.

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