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Die Konditionen für Tagesgeld können von Bank zu Bank stark variieren
Viele Anleger wollen ihr Geld nicht für einen langen Zeitraum anlegen, weiterhin scheuen sie das Risiko, welches zum Beispiel Investmentfonds bieten. Die Alternative für diese Anlegergruppe sind Tagesgeldkonten, denn die Gelder, die hierauf angelegt werden, sind jederzeit verfügbar, zudem bieten sie null Risiko und in den meisten Fällen auch eine topp Verzinsung.



Die Zinsen für Tagesgeldkonten werden grundsätzlich am Leitzins der Europäischen Zentralbank ausgerichtet, den die Banken für die Geldleihe untereinander bzw. für Gelder direkt von der Zentralbank zu bezahlen haben. Der Leitzins wird hierbei in Abhängigkeit von Wirtschaftswachstum und Inflation festgelegt und kann sich jederzeit ändern. Daher werden auch die Zinsen für Tagesgeldkonten variabel vereinbart, um sie im Fall einer Leitzinsänderung jederzeit anpassen zu können. Trotz dessen, dass der Leitzins ja für alle Banken gleich ist, variieren die Zinssätze der Tagesgeldkonten mitunter sehr stark, denn sie richten sich auch nach den Kosten der Banken, die mit der Eröffnung und Führung des Kontos verbunden sind. Und schließlich wollen die Banken natürlich auch Geld mit diesen Konten verdienen.

Da Filialbanken durch ihre zahlreichen Häuser und Angestellten sehr hohe Kosten verbuchen müssen, können sie nur vergleichsweise geringe Zinsen bieten. Diese liegen im Tagesgeldbereich selten über 2,5% p.a., oftmals sind die Zinssätze sogar noch geringer. Die Kosten der Direktbanken sind hingegen eher gering, denn sie haben keine Filialen, die Konten werden in der Regel per Onlinebanking oder Telefonbanking geführt. Diese Einsparungen werden dann in Form höherer Zinssätze bemerkbar. Je nach Bank werden im Onlinebereich für Tagesgeldkonten zwischen 3,3-4,0% p.a. gezahlt, was zum Teil sogar den doppelten Zinsertrag wie bei Filialbanken bedeutet.

Da die Tagesgeldkonten für einige Direktbanken der erste Schritt in eine Kundenbeziehung ist, werden hierfür zum Teil auch Sonderkonditionen geboten, bei denen die Zinssätze sogar bis zu 6% p.a. betragen können. Diese Zinssätze sind jedoch nicht marktgerecht, die Bank muss, um diese bieten zu können, Geld bezahlen. Daher werden solche Angebote meist auch auf einen relativ kurzen Zeitraum sowie auf eine Anlagesumme (etwa 20.000 Euro) beschränkt. Nach Ablauf des garantierten Zeitraums werden auch hier Standardkonditionen fällig.
Um solche Angebote nutzen zu können, ist in einigen Fällen auch die Eröffnung weiterer Konten, etwa von Depotkonten, nötig.

Die Anlagesumme sowie der Anlagezeitraum spielen bei Tagesgeldkonten, im Gegensatz zu Festgeldern, hingegen bei den meisten Instituten keine Rolle. Nur bei sehr wenigen Banken müssen Anleger einen Mindestbetrag von beispielsweise 2.500 Euro auf ihr Tagesgeldkonto einzahlen, bei anderen Instituten wiederum steigt die Verzinsung ab Erreichen eines bestimmten Geldbetrages (Bsp. 5.000 Euro). Bei allen anderen Tagesgeldangeboten erfolgt die Verzinsung bereits ab dem ersten Euro, so dass sie wirklich für alle Anleger, egal ob Einmalsummen oder monatliche Beträge angelegt werden sollen, geeignet sind.

Fazit: Aufgrund der sehr unterschiedlichen Konditionen bei Tagesgeldkonten sollte Anleger vorher immer einen Vergleich durchführen. Hierbei sollte auch auf die jeweiligen Bedingungen geachtet werden, denn oftmals werden Zinssätze zeitlich begrenzt.

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