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Die Möglichkeit des Fondskaufs über die Börse
In aller Regel werden Fonds über eine Fondsgesellschaft erworben, weil dies für viele Anleger eine bequeme Sache ist. Nicht selten erfolgt der Kauf selbst über eine Bank, denn viele Banken haben eine Fondsgesellschaft als Kooperationspartner oder sind Eigentümer einer Fondsgesellschaft. In solchen Fällen erteilt der Kunde entweder seiner Bank oder seiner Fondsgesellschaft den Auftrag, bestimmte Fondsanteile zu kaufen. Der Kauf findet letztendlich bei den klassischen offenen Fonds stets bei der Fondsgesellschaft statt, also nicht über die Börse. Denn „normale“ offene Fonds können nicht an der Börse gehandelt werden.



Nun gibt es allerdings schon seit einigen Jahren neben den offenen Fonds mit den sogenannten Exchange Traded Funds noch eine andere Art von Fonds, die auch unter dem Kurznamen ETFs bekannt sind. Die ETFs werden auch Passivfonds oder Indexfonds bezeichnet und eine Besonderheit dieser Fonds ist, dass sie an der Börse gehandelt werden. Diese Eigenschaft verbirgt sich bereits in der Namensbezeichnung, denn „Exchange Traded Funds“ bedeutet übersetzt nichts anderes als „an der Börse handelbare Fonds“. Die ETFs können also an der Börse gekauft und natürlich später auch verkauft werden. Mittlerweile ziehen nicht wenige Experten diese Fonds sogar den klassischen offenen Fonds vor, da die ETFs dem Anleger diverse Vorteile bieten können. Einer dieser Vorteile besteht darin, dass die Kosten bei den ETFs im Durchschnitt deutlich geringer als bei den klassischen offenen Fonds sind.

Denn während der Kunde bei den offenen Fonds teilweise mehr als drei Prozent Gebühren pro Jahr zahlen muss, bewegen sich die Gebühren bei den ETFs selten oberhalb von einem Prozent. Die niedrigen Gebühren führen unter anderem dazu, dass der Kunde mehr vom Ertrag hat, der erzielt werden kann, da die Rendite „steigt“ bzw. durch die niedrigen Gebühren nicht allzu sehr belastet wird. Die Indexfonds werden auch als Passivfonds bezeichnet, weil es kein aktives Fondsmanagement gibt. Der Fondsmanager muss sich also nicht damit beschäftigen, zum Beispiel die Aktien mit der besten Performance zu finden und in den Fonds aufzunehmen, sondern er muss im Grunde nur den Inhalt eines bestimmten Index nachbilden. Normalerweise sollte man als Anleger davon ausgehen, dass die klassischen offenen Fonds, die aktiv gemanagt werden, eine bessere Performance als die reinen Indexfonds erzielen. Im Durchschnitt betrachtet ist aber das Gegenteil der Fall, sodass der Anleger bei den aktiv gemanagten Fonds oft eine hohe Managementgebühr zahlt, obwohl er mit den Indexfonds sogar oft eine bessere Rendite erzielen könnte.

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