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Die Tagesanleihe des Bundes als Alternative zum Tagesgeldkonto?
Am 1. Juli 2008 wird die Bundesrepublik Deutschland über ihre Finanzagentur eine Tagesanleihe auf den Markt bringen, die sich direkt an Privatanleger wendet. Diese Tagesanleihe ist für manche Sparer eine Alternative zum Tagesgeldkonto auf einer Bank.



Das Besondere an der neuen Tagesanleihe des Bundes ist, dass sie den höchsten denkbaren Zinseszinseffekt aufweisen wird. Die Zinsen werden nämlich von Tag zu Tag gut geschrieben, so dass sich die Zinsen des Folgetages auf immer höhere Ausgangswerte beziehen. Die Deutsche Finanzagentur verspricht den Anlegern, dass sich die Zinsen immer am Eonia-Satz orientieren werden. Das ist der Zinssatz, zu dem die Banken sich untereinander Tagesgeld ausleihen. Um die jeweiligen Zinsen zu errechnen, wird der aktuelle Leitzins mit 0,925 multipliziert. Bei dem gegenwärtigen Zinssatz von 4 Prozent ergibt das für den Sparer einen Zinssatz von 3,7 Prozent. Durch den Zinseszinseffekt ist aber noch etwas mehr zu erwarten für den Inhaber einer solchen Tagesanleihe, nämlich rund 3,8 Prozent. Bei Zinssätzen unter 2 und über 6 Prozent gelten leicht abgeänderte Berechnungsmethoden, die aber zum Vorteil des Kunden sind.

Natürlich gibt es Angebote für Tagesgeld, die weitaus höher verzinst werden als die Tagesanleihe des Bundes. Mittlerweile sind es bei einigen Geldinstituten schon viereinhalb bis fünfeinhalb Prozent. Allerdings gelten diese Topp Zinsen meistens nicht für alle Anleger, sondern vielfach nur für Neukunden oder für Online Bankkunden. Viele Banken verlangen eine Mindesteinlage im vierstelligen Bereich und begrenzen die Summen, die auf einem Tagesgeldkonto zu besonders hohen Zinsen angelegt werden können.

Die Tagesanleihe der Deutschen Finanzagentur richtet sich an alle Bürger. Ab 50,00 Euro kann man bereits eine solche Tagesanleihe erwerben. Vorraussetzung ist lediglich ein Schuldbuchkonto, das aber bequem online beantragt werden kann. Bis zu 250.000 Euro pro Bankgeschäftstag kann jeder Bürger bei dieser Anleihe des Bundes zinswirksam anlegen. Wie schon von den Bundesschatzbriefen bekannt, fallen auch bei der Tagesanleihe keine Gebühren an. Es wird auch von niemand verlangt, dass er noch ein anderes Produkt der Deutschen Finanzagentur kauft, um die Tagesanleihe zu erhalten.

Dass Deutschland ein absolut sicherer Schuldnerstaat ist, ist bekannt. Die Geldanlagen bei der Deutschen Finanzagentur sind natürlich bombensicher. Allerdings gilt das auch für alle Tagesgeldkonten bei deutschen Banken und Sparkassen, so wie für einige ausländische Geldinstitute, die den verschiedenen Einlagensicherungsfonds angehören. Das Kriterium der Sicherheit ist also nicht entscheidend bei der Wahl zwischen der Tagesanleihe des Bundes und einem Tagesgeldkonto bei einer deutschen Bank.

Entscheidend ist viel mehr, ob der Sparer zu dem Personenkreis gehört, der bereit ist, sich laufend über die attraktivsten Angebote für Tagesgeld zu informieren und auch bereit, die Mühe des Wechsels von einer Bank zu einer andern auf sich zu nehmen. Wer das in Kauf nimmt, ist besser beraten, sich jeweils die höchsten Zinsen für Tagesgeld zu sichern, in dem er häufig seine Bank wechselt. Wem das zu viel ist, der trifft mit der Wahl für die neue Tagesanleihe des Bundes sicher eine gute Entscheidung.

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