Srbg.de - H O M E
Themen rund um Geld und Finanzen zu den Bereichen Geldanlage, Finanzplanung und Finanzierung




Letzte Beiträge
Kategorien
Meta
Archiv und Websuche


Die Zinsen bei Geldanlage sollten zumindest die Inflation ausgleichen
Die Deutschen sind schon immer ein sehr sparsames Volk gewesen und auch jetzt, wo sich die wirtschaftliche Situation vieler privater Haushalte in den letzten Jahren sehr verschlechtert hat, wird nach wie vor sehr viel Geld "auf die Hohe Kante" gelegt. Und das ist auch gut so, haben doch alle staatlichen Sicherungssysteme in den letzten Jahren enorme Einbußen hinnehmen müssen.



Nehmen wir zum Beispiel die Rentenversicherung: War es noch vor wenigen Jahren problemlos möglich, den Rentnern vernünftige Renten zu zahlen, wird das demographische Problem schon in naher Zukunft dazu führen, dass jeder Arbeitnehmer für die Rente eines Rentners aufkommen muss. Dass das nicht gut geht, ist nicht schwer zu erraten. Ein deutliches Absinken des Rentenniveaus wird daher die unausweichliche Folge sein. Aber nicht nur die Situation der Rentenversicherung kann als Begründung, für die Notwendigkeit der privaten Vorsorge herhalten, auch die Absicherung bei Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit sind lange nicht mehr auf dem Niveau, auch dem sie früher einmal waren.

Wie wichtig es ist, Geld anzusparen haben wir nun gesehen, interessant ist es nun aber, auch die Frage zu erörtern, in welchen Anlageformen die Deutschen ihr Geld denn am liebsten anlegen. In den letzten Jahren hat nämlich der Anteil der Anlagen in Investmentfonds, Tagesgeldkonten oder anderen, modernen Finanzprodukten enorm zugenommen, nach wie vor liegt aber das meiste Geld der Deutschen auf herkömmlichen Sparbüchern. Noch nie zuvor in der Geschichte waren die Deutschen so vermögend wie heute und noch nie zuvor lag soviel Geld auf Sparbüchern. Weit über eine Billion Euro sind es aktuell.

Das Interessante an dieser Tatsache ist, dass viele Menschen einfach nach wie vor der Meinung zu sein scheinen, dass ein Sparbuch "die perfekte Geldanlage" ist. Dass dies aber mitnichten so ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass ein Sparbuch nur ca. 1-1,5% Zinsen bietet. Das ist doch genug? Nein, ist es nicht, denn der Wertverlust unserer Währung, des Euro, liegt bei etwa 3,5% pro Jahr. Wenn man also davon ausgeht, dass man 1,5% Zinsen bekommt, der Wertverlust aber bei 3,5% liegt, dann "verbrennt" man jedes Jahr de facto 2% seines Geldes - das macht doch nun wirklich keinen Sinn!

Sicherlich ist es richtig, dass man über Gelder, die auf einem Sparbuch "geparkt" werden, jederzeit verfügen kann und dass es auch sonst ein sehr einfach zu bedienendes Finanzprodukt ist - das ist ein Tagesgeldkonto aber auch. Und bei einem Tagesgeldkonto wird das Geld nicht von der Bank selber verwaltet, sondern dem Markt für Tagesgeld zur Verfügung gestellt. Die Zinsen, die auf diesem Markt gezahlt werden, richten sich aber nun stets nach dem EURIBOR (European Interbank Offered Rate), sind also deutlich höher als bei einem herkömmlichen Sparbuch. Wer sich nicht sicher ist, wie groß der Zinsvorteil wirklich ist, der sollte einfach einen kostenlosen Tagesgeldvergleich starten und die Ergebnisse mit dem Zins seines Sparbuches vergleichen.

Ähnliche Beiträge:
Copyright © 2003- - Alle Rechte vorbehalten - - -