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Durch übermäßig bargeldlose Zahlungen den Überblick verlieren
Heute überwiegt in allen Lebensbereichen der bargeldlose Zahlungsverkehr. Das beginnt mit den Einzugsermächtigungen, die für die Miete, die Stromkosten, die Telefonrechnung und die Zeitungsabonnements erteilt werden, geht über andere Abbuchungen und Daueraufträge, die erteilt werden und endet beim Shoppen im Internet. Bezahlen ohne Bargeld in der Tasche zu haben ist nichts Außergewöhnliches. Auch beim Einkaufen bezahlen viele Verbraucher mittlerweile mit der EC-Karte oder mit Kreditkarte. Das hat den Vorteil, dass man nicht darauf achten muss, ob genügend Bargeld im Portmonee ist und das man nicht ständig auf der Suche nach einem Geldautomaten sein muss, um sich mit Bargeld zu versorgen.



Doch der bargeldlose Zahlungsverkehr birgt auch Nachteile, die nicht für jeden gleich ersichtlich ist. Gibt es doch eine Vielzahl von Haushalten, in denen kein Überblick darüber besteht, wie hoch die monatlichen Ausgaben überhaupt sind. Wer nicht konsequent ein Haushaltsbuch führt und alle Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt, der weiß dann auch nicht, wie hoch die monatlichen Verpflichtungen sind und wie viel Geld für das alltägliche Leben überhaupt zur Verfügung steht. Besonders, wenn die Banken auf das Girokonto auch noch einen Dispositionskredit gewähren, wird oft jeden Monat mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird. Solange sich das im Rahmen des eingeräumten Kredites bewegt, entsteht auch nicht gleich ein Problem, aber es kann zu einem werden, wenn der Dispo am Limit ist und eventuell auch noch der Kreditkartenrahmen erschöpft ist.

Statistiken haben schon erwiesen, dass Menschen, die mit der Karte bezahlen, eher bereit sind, Geld auszugeben als Menschen, die ihre Einkäufe mit Bargeld abwickeln. Dafür gibt es auch einfache Erklärungen. Wer beispielsweise mit 70 Euro Bargeld einkaufen geht, muss darauf achten, dass er nicht Waren für mehr als 70 Euro in seinen Warenkorb legt. Es wird also schon beim Füllen des Einkaufskorbes auf Preise geachtet, wer hingegen bargeldlos zahlt, dem ist es in der Regel egal, ob der Einkauf nun 70 Euro oder 95 Euro kostet. Der bargeldlose Zahlungsverkehr verleitet in vielen Fällen, mehr Geld auszugeben als geplant.

Wer immer bargeldlos bezahlt, sollte sich zumindest die Belege aufbewahren und mit den Abbuchungen auf dem Konto vergleichen und es sollte auch ein Haushaltsbuch geführt werden, in dem auch diese Ausgaben penibel eingetragen werden. Nur wem es gelingt, eine gesunde Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben zu halten, der ist davor geschützt, in die Schuldenfalle zu geraten. Hat ein Verbraucher erstmal den Überblick über seine Ausgaben verloren, ist es mühsam aber lohnenswert, sich diesen wieder zu beschaffen.

Ein Haushalt sollte wie ein kleines Unternehmen geführt werden. Alle Einnahmen und Ausgaben müssen in einem gesunden Verhältnis stehen und die überschüssigen Einnahmen können für die Altersvorsorge eingesetzt werden oder für größere Anschaffungen gespart werden. Ein umsichtiger Umgang mit Geld setzt allerdings auch eine gewisse finanzielle Allgemeinbildung voraus, an der es manchen Menschen mangelt.

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