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Ein Auto finanzieren ohne Anzahlung bedeutet eine höhere monatliche Belastung
Viele Verbraucher nutzen die Angebote der Autobanken zur Finanzierung ihrer Neu- und Gebrauchtwagen. Dabei können sie in aller Regel von den günstigen Zinskonditionen, die die konzerneigenen Banken der Hersteller anbieten profitieren.



Die sogenannten Aktionsprogramme der Autobanken sind im Allgemeinen so gestaltet, dass bei der Finanzierung der Fahrzeuge eine Anzahlung von 25 Prozent gefordert wird. Das gibt der Bank zusätzlich Sicherheit und bringt dem Kunden eine bezahlbare Rate, denn der Nettokreditbetrag für das Fahrzeug wird je höher die Anzahlung ist, kleiner, was eine günstige Rate zur Folge hat. Die Preisentwicklung in der Neuwagenbranche hat dazu geführt, dass unter 25.000 Euro ein Mittelklassewagen kaum zu bekommen ist und schon gar nicht, wenn der Kunde noch zusätzliche Wünsche bei der Fahrzeugausstattung hat, die als Extras zu bezahlen sind.

Um die monatliche Belastung klein zu halten, ist es immer angebracht, auf eine Autofinanzierung bei einer Autobank eine Anzahlung zu leisten, einerseits wegen der besonders günstigen Konditionen und andererseits wegen der Höhe der Raten. Besondere Bedeutung hat die Anzahlung auch für die Bonitätsbewertung. So werden Kredite mit entsprechender Anzahlung oft schneller und problemloser entschieden, als Kredite für Fahrzeuge, bei denen die Finanzierung ohne Anzahlung laufen soll. Wer eine Fahrzeugfinanzierung ohne Anzahlung möchte, muss eine bessere Bonität nachweisen und muss immer davon ausgehen, dass die monatliche Belastung über die Kreditlaufzeit entsprechend höher ist. Die Konditionen für Finanzierungen ohne Anzahlung sind zudem oft schlechter, sodass dann zusätzlich auch noch höhere Kreditkosten durch die höheren Zinsen anfallen.

Das lässt sich an einem simplen fiktiven Beispiel verdeutlichen. Kauft ein Kunde ein Fahrzeug, das 25.000 Euro kostet und erbringt dafür 25% Anzahlung, dann kann er die Finanzierung der verbleibenden 18.750 Euro mit einem Zinssatz von 2,9% bekommen. Das bedeutet eine Rate in Höhe von 413,88 über 48 Monate. Wird dieses Fahrzeug ohne Anzahlung finanziert, zu einem Zinssatz von 8,9% muss der Kunde 48 Monate lang 616,87 Euro bezahlen. Bei der Finanzierung mit Anzahlung fallen 1.116,11 Euro an Zinsen und Gebühren an, während bei der Finanzierung ohne Anzahlung aber schon 4.609,90 Euro. Das ist ein Unterschied in der monatlichen Rate von 200 Euro und bei den Zinsen und Gebühren von mehr als 3.500 Euro. Dabei ist noch völlig unberücksichtigt, dass die Bank bei der Finanzierung ohne Anzahlung zusätzlich noch den Abschluss einer Restschuldversicherung verlangen könnte. Soll jetzt die Rate kleiner werden, muss eine längere Laufzeit gewählt werden, was noch höhere Kosten zur Folge hätte.

Wer beispielsweise ohne Anzahlung finanzieren möchte, weil er Erspartes gut verzinst angelegt hat, der tut in jedem Fall besser daran, sein Sparguthaben einzusetzen. Eine Autofinanzierung ohne Anzahlung bedeutet eine höhere monatliche Belastung und eine Guthabenverzinsung, die höher ist, als die hier dargestellten Mehrkosten gibt es nicht. Grundsätzlich ist es immer besser, Ersparnisse einzusetzen, anstelle einen Kredit aufzunehmen, was dieses Beispiel auch verdeutlicht.

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