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Ein Auto leasen oder finanzieren?
Autos sind in Deutschland nach wie vor ein Statussymbol, und zwar nicht nur für junge Männer. Der Wunsch, einen neuen Wagen zu fahren, seine Vorteile nutzen zu können und hiermit anderen Menschen zu beeindrucken, ist vielfach gegeben. Doch wie soll der neue Wagen angeschafft werden, denn das Geld ist knapp? Die Alternative zum Barkauf ist die Finanzierung. Laut einer Statistik werden in Deutschland derzeit fast 70% aller Fahrzeugkäufe finanziert, egal ob ganz oder nur teilweise.



Bei der Finanzierung haben Kunden von Autohändlern grundsätzlich die Entscheidungsfreiheit, ob hierfür ein Kredit oder eher das Leasing genutzt werden soll.

Bei der Finanzierung über einen Ratenkredit gibt es die Möglichkeit, diesen direkt beim Händler oder aber über die Hausbank aufzunehmen. Zwar berechnet die Hausbank in diesem Bereich oft die höheren Zinssätze, Kunden können so aber als Barzahler auftreten und mitunter hohe Rabatte verhandeln. Gerade bei Neuwagenfinanzierungen sind die Händler aber kaum zu schlagen, denn diese Fahrzeuge werden heute oft mit Zinssätzen zwischen 0-2,9% p.a. finanziert. Dies ist deutlich weniger als die Hausbank berechnen würde und wird daher vom Kunden gern gewählt.

Eine Alternative zum Ratenkredit ist aber das Leasing, welches noch vor einigen Jahren in erster Linie von Geschäftskunden genutzt wurde. Der Grund hierfür lag darin, dass das Leasing lediglich eine Art Miete darstellt und die Zahlungen in der Gesamtsumme den Wert des Autos oft deutlich überstiegen. Auf der anderen Seite hatten und haben Geschäftskunden die Möglichkeit, die Leasingraten steuerlich geltend zu machen und so ihre Steuerlast zu senken. Doch auch für Privatpersonen wird das Leasing zunehmend interessanter, denn es verspricht eine deutlich geringere monatliche Belastung als die Finanzierung. So ist es möglich, immer die neuesten Autos zu fahren, ohne hierfür Eigenkapital investieren zu müssen, denn mittlerweile wird das Leasing schon ohne Anzahlung angeboten. Der Nachteil beim Leasing ist allerdings, dass der Leasingnehmer nie Eigentümer des Fahrzeuges wird. Erst am Ende der Leasingzeit hat er die Möglichkeit zu entscheiden, ob das Fahrzeug an den Händler zurückgegeben werden soll oder weiter finanziert wird. Die Rückgabe des Autos ist aber in vielen Fällen nur zum jeweiligen Restwert möglich, der anhand des Zustandes bewertet wird. Sofern eine hohe Kilometerleistung gefahren wurde bzw. Schäden am Fahrzeug zu finden sind, kann der Restwert auch sehr gering ausfallen, die Differenz muss der Kunde zahlen. Besser ist es da, das so genannte Kilometer-Leasing abzuschließen. Hierbei verpflichtet sich der Kunde lediglich, pro Jahr nur eine bestimmte Anzahl an Kilometern zu fahren, das Restwertrisiko wird hierdurch ausgeschlossen.

Fazit: Ob ein Auto geleast oder finanziert werden soll entscheidet sich in der Frage, ob der Kunde Eigentum erwerben will oder nur einen fahrbahren Untersatz benötigt. In letzterem Fall, wenn auch die finanziellen Möglichkeiten eingeschränkt sind, ist das Leasing sicher die bessere Wahl. Sofern allerdings ausreichend Kapital zur Verfügung steht, sollte besser die Finanzierung genutzt werden, denn am Ende der Zahlungen ist der Halter des Fahrzeuges auch Eigentümer und steht nicht, wie beim Leasing, ohne Auto da.

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