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Ein geschlossener Fonds und dessen Eigenschaften
Ein geschlossener Fonds ist eine Investmentmöglichkeit für Anleger, die ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum Rendite bringend anlegen wollen, ohne darauf während des Investmentzeitraums wieder zurückgreifen zu müssen. Der langfristige Anlagezeitraum bei geschlossenen Fonds zwischen 10 und 20 Jahren zählt dementsprechend auch zu den wesentlichen Eigenschaften dieser Produkte. Geschlossene Fonds investieren in ganz konkrete Projekte und nutzen dabei entsprechende steuerliche Vorteile bei der Ertragserzielung aus. Beispielsweise investieren geschlossene Fonds in Immobilienobjekte, in Containerschiffe oder in Energie-Anlagen, wie Solar- und Windkraftanlagen.



Eine weitere Eigenschaft geschlossener Fonds ist die Unverkäuflichkeit der erworbenen Anteile bis zur Auflösung des Fonds. Nach dem Abschluss der Zeichnungsphase, in der ein Anleger Anteile am Fonds kaufen kann, wird der Fonds für andere Investoren geschlossen. Ein freier Markt für die Anteile, wie beispielsweise an der Börse, existiert bei geschlossenen Fonds nicht. Nur bei wenigen Anbietern von geschlossenen Fonds besteht die Möglichkeit, Fondsanteile an neue interessierte Investoren vorzeitig zu verkaufen. Investoren müssen für einen Anteilskauf einen höheren Mindestbetrag aufbringen als bei offenen Fonds. Die Mindestinvestitionssumme liegt bei meist bei 5.000 Euro oder 10.000 Euro.

Geschlossene Fonds werden meist in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft (KG) oder als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) emittiert. Der Anleger wird in der Höhe seiner Einlage Kommanditist und haftet mit seinem Kapital. Weitere Pflichten für den Anleger bestehen darüber hinaus jedoch in der Regel nicht.

Zu den aufgelegten geschlossenen Fonds geben die Fondsgesellschaften Fondsprospekte heraus, die alle wesentlichen Informationen zu den Ertrags-Chancen aber auch zu den Risiken enthalten. Hierbei hat sich ein gewisser Standard bei der Erstellung der Fondsprospekte herauskristallisiert. Da die Investitionsobjekte in der Regel jedoch immer sehr individuell sind, können geschlossene Fonds verschiedener Anbieter nicht miteinander verglichen werden. Bei offenen Fonds können meist bisherige Wertentwicklungen zur Beurteilung der Geldanlage genutzt werden.

Geschlossene Fonds unterliegen ebenso der steuerlichen Veranlagung wie andere Einkünfte. In Abhängigkeit des Investitionsobjektes handelt es sich bei den Einkünften um Erträge aus Vermietung und Verpachtung (geschlossene Immobilienfonds) oder um Einkünfte aus Gewerbebetrieb (zum Beispiel Schiffsfonds). Die steuerliche Attraktivität, die noch vor einigen Jahren durch die hohen steuerlichen Verlustzuschreibungen bestand, wurde durch neue Regelungen der Bundesregierung im Jahr 2005 abgeschafft.

Anleger, die in geschlossene Fonds investieren, gehen ein höheres Risiko ein, als bei traditionellen Finanzprodukten. Während diese meist über Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken abgesichert sind, besteht diese Form der Absicherung bei geschlossenen Fonds nicht. Dem höheren Risiko und der fehlenden Absicherung stehen aber auch höhere Rendite-Chancen gegenüber.

Zusammenfassend die wesentlichen Eigenschaften geschlossener Fonds auf einen Blick:

  • höheres Einstiegskapital
  • Kauf von Fondsanteilen nur während der Platzierungsphase
  • nach Platzierung aller Anteile können keine weiteren Anleger einsteigen
  • dadurch nur begrenzter Anlegerkreis
  • Information in Form eines unfangreichen Fondsprospektes
  • längerfristiger, fester Anlagezeitraum
  • kein vorzeitiger Verkauf der Anteile möglich
  • keine Absicherung über Einlagensicherungsfonds

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