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Ein Girokonto mit Dispo oder besser ohne?
Der Dispositionskredit, oder auch Kontokorrentkredit genannt, bietet dem Bankkunden eine Überziehung seines Girokontos bis zu einem festgesetzten Limit. Als Richtlinie für die Höhe des Dispositionskredites werden die monatlichen festen Zahlungseingänge wie Gehalt oder beispielsweise Rente zu Grunde gelegt. Dass meist 2 bis 3-fache des Zahlungseingangs wird von der Bank als Dispo gewährt. Dem Dispositionskredit liegen zu meist Zinsen in Höhe von 12 bis 15% effektiver Jahreszins zu Grunde, also relativ hohe Kosten bei der Inanspruchnahme.



Der Dispo sorgt für eine kurzfristige Liquidität bei finanziellen Engpässen. Nur für den tatsächlich genutzten Verfügungsrahmen fallen auch die Sollzinsen an. Für die Einrichtung eines Dispositionskredites braucht die Bank keine Sicherheiten. Nur sollte der monatliche Zahlungseingang bei dieser Bank gewährleistet sein. Allerdings kann die Bank bei verändertem Zahlungseingang, wie beispielsweise Arbeitslosigkeit und dem darauf folgenden Arbeitslosengeld, den Dispo kündigen.

Hat man seinen Verfügungsrahmen voll ausgeschöpft braucht man das Einverständnis der Bank, wenn man auch den Dispo überziehen möchte. Hier kann es allerdings passieren, dass Lastschriften beispielsweise nicht mehr eingelöst werden. So kann man relativ schnell in eine Schuldenfalle geraten. Auch fallen bei Überziehung des Dispo Rahmens noch Überziehungszinsen an. Mit den Sollzinsen und den Überziehungszinsen hat man also relativ hohe Aufwendungen für die Nutzung des Dispo.

Wird der Dispo durch die Zahlungseingänge in zwei bis drei Monaten nicht mehr ausgeglichen, sollte man sich überlegen, einen günstigen Ratenkredit zur Umschuldung aufzunehmen, um aus den hohen Soll- und Überziehungszinsen herauszukommen. Hierbei sollte man allerdings den Dispo reduzieren oder auch lieber löschen lassen, damit man nicht wieder in die Schuldenfalle gerät. Womit natürlich auch die Liquidität ein wenig eingeschränkter ist.

Fazit ist, dass ein Dispositionskredit durchaus hilfreich bei kurzfristigen finanziellen Engpässen sein kann, man muss allerdings die Kosten unter Kontrolle haben und möglichst schnell wieder ausgleichen, da der dauerhafte Dispo eine teure Angelegenheit werden kann.

Ansonsten sollte man von vornherein lieber über einen günstigen Ratenkredit nachdenken, bei dem man feste monatliche Kosten einplanen kann, sonst zahlt man unnötige Soll- und Überziehungszinsen, die nun doch relativ hoch angesetzt sind. Hat man seine laufenden Ausgaben und Einnahmen unter Kontrolle, so dass eine Rückzahlung des Dispo auch ohne größere Schwierigkeiten möglich ist, bietet er durchaus finanziellen Spielraum für den Nutzer.

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