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Ein Hauskauf ohne Eigenkapital ist möglich aber bedeutet hohe Tilgungsraten
Wer sich überlegt, ein Haus zu kaufen, wird sich neben der oft langen Suche nach dem passenden Objekt auch Gedanken um die Finanzierung machen müssen. Denn wer kann schon von sich behaupten, ein Haus ohne Darlehen einer Bank zu erwerben. Und gerade junge Familien mit Kindern möchten gerne in die eigenen vier Wände ziehen, um sich ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Doch dafür verlangen die Banken eine ganze Menge an Sicherheiten, die bei einer Finanzierung beizubringen sind. Und diese Sicherheiten sind neben dem zu finanzierenden Haus eine bestimmte Summe an Eigenkapital. Denn die Faustregel heißt: So viel Eigenkapital wie möglich, so wenig Fremdkapital wie nötig. Als Richtlinie wird meist ein Wert von 20 % der benötigten Mittel an Eigenkapital erwartet.



Doch Summe von 20% Eigenkapital kann gerade von jungen Familien, für die in den Randgebieten der Städe immer wieder neue Baugebiete erschlossen werden, kaum aufgebracht werden. Und sind nicht im Hintergrund die Eltern, die etwas Geld dazugeben, so wird eine Finanzierung bei den meisten Bank schwierig. Als Sicherheit können auch Lebensversicherungen herhalten, die, können die Raten einmal nicht gezahlt werden, gekündigt werden müssen. Meist sichern sich die Banken den Wert der Lebensversicherung für sich durch eine Abtretung. Aber da Banken u.a. auch durch die Finanzierung von Immobilien ihr Geld verdienen und die jungen Familien mit ihren Kindern die Kunden der Gegenwart und Zukunft sind, werden vermehrt auch Immobilienfinanzierungen abgewickelt, bei denen die Immobilie mit 100 % finanziert werden. Meist werden die Nebenkosten eines Immobilienkaufs wie Notar- und Gerichtsgebühren, Maklercourtage und Grunderwerbsteuer ebenfalls mitfinanziert, sodass die Banken dann eine Finanzierung von leicht 115 % des Kaufpreises mittragen.

Nur sollten sich die Hauskäufer von diesen Angeboten nicht täuschen lassen. Denn die Banken lassen sich eine sogenannte Vollfinanzierung teuer bezahlen. So liegen die Darlehenszinsen bei einer Vollfinanzierung teilweise um bis zu einem halben Prozent über denen einer "Normalfinanzierung". Die Banken begründen das mit einem Sicherheitsaufschlag, den sie von Kunden mit einer geringen Eigenkapitalquote nehmen. Ist die erste Zinsbindungsphase um, kann der Kunde diesen Aufschlag bei den Neuverhandlungen wieder heraushandeln.

Eine andere Alternative, die die Banken dem Kunden vorgeben, ist der Abschluss einer Lebensversicherung. Ist bereits eine vorhanden, so lässt sich die Bank gerne den Wert der Versicherung abtreten. Meist wird aber der Abschluss einer neuen Versicherung empfohlen, die zwar nicht unmittelbar an die Bank abgetreten wird, wo der Kunde aber das Risiko des Scheiterns abschließt und dann beim Eintreten dieses Falles den Geldbetrag der Bank überlässt.

Zu raten ist einem Hauskäufer die Vollfinanzierung nur bedingt. Steht genügend monatliches Nettoeinkommen zur Verfügung, womit die erhöhten Raten gezahlt werden können, ist das Problem überschaubar. Muss die Familie aber Monat für Monat rechnen, empfiehlt sich vielleicht eher der Kauf einer großen Eigentumswohnung, um die Kosten im Rahmen zu halten.

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