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Ein Kredit ohne Fragen ist nicht im Interesse des Kreditgebers
Kreditinstitute haben nichts zu verschenken und das sollte allgemein bekannt sein. Trotzdem gibt es immer mehr potentielle Kreditnehmer, die ein Interesse daran haben, möglichst wenig über sich preiszugeben. Bei dem heutigen Ausmaß der Datensammelwut sicherlich ein vernünftiges Ansehen, aber auf jeden Fall nicht im Interesse der Kreditgebers. Dieser benötigt zumindest einige Grundinformationen, damit er das Risiko überhaupt einschätzen kann. Zu diesen elementaren Fragen gehören zum Beispiel Einkommen und Lebenssituation des Kreditnehmers. Personen, die hier keine idealen Voraussetzungen haben, weil zum Beispiel das Einkommen nicht besonders hoch ist, werden versuchen, einen Kredit zu bekommen, bei dem der Kreditgeber nach diesen Dingen einfach nicht fragt.



Werden diese Fragen aber bei einem Kreditantrag gar nicht erst gestellt, ist sich der Kreditgeber völlig unklar darüber, ob der Kreditnehmer überhaupt in der Lage wäre, den Kredit regelmäßig zu bedienen und die komplette Summe zurückzuzahlen. Dieses Risiko ist somit unkalkulierbar. Dementsprechend teuer werden diese Kredite dann auch verkauft, neben einem recht hohen Zinssatz sind meistens außerdem teure Zusatzversicherungen notwendig, die einen eventuellen Zahlungsverzug übernehmen können. Daher ist es praktisch auch im Interesse des Kreditnehmers, möglichst viele Informationen herauszugeben, um die Zinslast und die Nebenkosten zu senken.

Trotzdem gibt es eine Menge Anbieter, die Kredite beinahe ohne Fragen vergeben. Diese Institute verzichten völlig auf eine Schufa-Abfrage oder die Anfrage bei anderen Scoring-Gesellschaften. Dafür liegt der Zinssatz aber nur selten unter 10% effektiv, sondern durchaus im Bereich eines normalen Dispositionskredites. Dieser ist übrigens der Kredit, bei dem der Kreditgeber am wenigsten Fragen stellt, lediglich die Höhe des monatlichen Einkommens ist in diesem Falle wichtig, weil es die Höhe des Dispositionskredites bestimmt. Alle anderen Verbraucherkredite sind eigentlich nur mit entsprechend mehr Angaben verfügbar und im Normalfall muss der Kreditnehmer auch eine Sicherheit hinterlegen, die dem Kreditgeber garantiert, dass er sein Geld auch wirklich wieder bekommt. Ist diese Sicherheit übrigens entsprechend hoch, muss der Kreditgeber nicht mehr so viele Fragen stellen, er hat zum Beispiel durch die Immobilie oder den Fahrzeugschein eines finanzierten Wagens genügend Masse zur Verfügung, um zu garantieren, dass er nicht auf den Kosten sitzenbleibt. Um das Risiko aber noch besser zu kalkulieren, werden meistens aber trotzdem diverse Nachweise verlangt.

Der potentielle Kreditnehmer bekommt einen Kredit ohne Fragen eigentlich nur bei einem privaten Kreditgeber, so gut wie jedes größere Institut lässt den Kreditnehmer vor der Antragsbearbeitung einen endlos langen Fragebogen ausfüllen, um auch wirklich sicher zu gehen, dass das Kapital nicht an Personen vergeben wird, die nicht genügend finanzielle Mittel haben, um diese auch komplett inklusive der Zinsen und den Nebenkosten zurückzuzahlen. Wer also einen Kredit ohne viele Fragen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das niemals im Interesse des Kreditgebers sein kann, weil dieser Informationen zur Berechnung benötigt. Daher sind solche Kredite auch immer entsprechend teuer.

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