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Ein Schweizer Kredit und seine Vorteile sowie Nachteile
Ein Schweizer Kredit wird gern als einzige Alternative für Menschen gehandelt, die in Deutschland keinen Kredit mehr erhalten, weil sie beispielsweise einen Schufa-Eintrag aufweisen. Dies ist grundlegend auch richtig, denn Schweizer Banken haben keinen Zugriff auf diese Daten und können so auch nicht abfragen, ob bisher aufgenommene Kredite ordnungsgemäß zurückgezahlt wurden. Auch die Eröffnung von Insolvenzverfahren bzw. die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung ist für diese Banken nicht ersichtlich.



Der Verzicht auf die Abfrage der Schufa-Daten hat somit den Vorteil, dass alle Menschen, egal welche Daten von ihnen in der Schufa gespeichert sind, einen Kredit erhalten. Auch Kreditnehmer, die ihre Kreditaufnahme nicht öffentlich machen wollen bzw. wenn die Hausbank hiervon nicht erfahren soll, sind bei Schweizer Instituten richtig. So haben beispielsweise Menschen, die in Zukunft ein Haus bauen oder kaufen wollen die Möglichkeit, ihre Schufa möglichst rein zu halten.

Grundsätzlich kann der Schweizer Kredit mit einem deutschen Ratenkredit verglichen werden, auch er kann ohne Verwendungsnachweis genutzt werden, die Rückzahlung erfolgt in gleich bleibenden Monatsraten. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Notwendigkeit einer Beschäftigung, bei der der Kreditnehmer sein Geld als Arbeitnehmer verdient. Die Dauer der Betriebszugehörigkeit muss zudem länger als sechs Monate betragen, einige Anbieter fordern gar eine Betriebszugehörigkeit von mehr als zwölf Monaten. Somit ist der Schweizer Kredit, obwohl oftmals propagiert, für Arbeitslose, Hartz IV-Empfänger sowie Hausfrauen nicht möglich.

Neben diesen Vorteilen müssen bei einem Schweizer Kredit aber auch zahlreiche Nachteile bedacht werden. So wird dieser meist nur über Summen bis maximal 3.500 Euro vergeben, denn ansonsten wäre das Risiko für die Banken zu groß. Zudem darf die Laufzeit nur bis 40 Monate betragen. Ein meist größerer Nachteil sind jedoch die verhältnismäßig hohen Kosten dieses Kredits. Wie bei deutschen Ratenkrediten auch müssen Kreditnehmer in der Regel eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2-3% der Darlehenssumme einplanen. Die Zinsen selbst liegen jenseits der 13%, so dass ein effektiver Jahreszins von meist mehr als 15% p.a. berechnet wird. Durch derart hohe Zinsen geraten jedoch gerade die Menschen, die diesen Kredit dringend für die Bezahlung offener Rechnungen benötigen, noch weiter in finanzielle Schwierigkeiten.

Zudem müssen Kreditnehmer beim Schweizer Kredit darauf achten, dass sie einen seriösen Anbieter finden. Nicht selten sind in diesem Segment nämlich schwarze Schafe aktiv, die es einzig auf das Geld der Kreditnehmer abgesehen haben. Sie berechnen beispielsweise bereits für den Antrag eine Gebühr von einigen Hundert Euro, weiterhin werden die Antragsteller genötigt, teure Zusatzverträge abzuschließen, ohne die die Kreditvergabe angeblich nicht möglich wäre. Seriöse Anbieter hingegen berechnen ihre Gebühren erst nach Unterschrift des Kreditvertrages und ermitteln ausführlich den Bedarf weiterer Finanzmarktprodukte.

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