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Ein variables Darlehen zur Finanzierung einer Immobilie
Wer möchte nicht seinen Immobilienwunsch durch ein variables Darlehen erfüllen? Die Frage stellt sich, ob es hierfür überhaupt eine Lösung gibt. Eine Möglichkeit besteht im so genannten Flexdarlehen. Seit jeher sind lange Zinsbindungen in Deutschland beliebt, da erst durch die Zinsen das Geschäft für die Bank profitabel wird. Hierbei wird gerne nicht gesehen, dass kurzfristige Zinsbindungen sehr oft attraktive Konditionen mit sich bringen, zudem erhöht sich die immer wichtigere Flexibilität bei der Rückzahlung des Darlehens. Mit einem Flexdarlehen rückt ein Angebot auf den Markt, bei dem ein jeder von einer kurzfristigen Zinsbindung profitieren kann.



Nachfolgend eine kurze Erklärung, wie ein Flexdarlehen funktioniert.
Die Zinsbindung eines Flexdarlehens ist nicht wie üblich auf fünf bis zehn Jahre festgeschrieben, sondern wird alle drei Monate den aktuellen Geldmarktzins, der so genannten "Euribor", angepasst. Unter "Euribor" versteht man den offiziellen Zinssatz, zu welchem sich die großen Banken untereinander Geld leihen. Der Zinssatz orientiert sich am Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank und wir jeden Tag in den Medien veröffentlich. Somit wird die vierteljährliche Zinsanpassung absolut nachvollziehbar! Dieser Aspekt stellt den Gegensatz von Flexdarlehen und klassischem variablen Darlehen dar, bei welchem der Kreditgeber nach freiem Ermessen den Zinssatz anpassen kann.

Natürlich bestehen auch Vor- und Nachteile bei einem Flexdarlehen, die sich aber gegenseitig aufwiegen und somit jedem frei steht, sich für diese Art von Darlehen zu entscheiden oder nicht. Der essenzielle Vorteil eines Flexdarlehens gestaltet sich primär in der Möglichkeit das variable Darlehen jeweils zum Zinsanpassungstermin alle drei oder sechs Monate ganz oder nur teilweise zu tilgen. Des Weiteren bröckeln die Konditionen für ein variables Darlehen, wenn der Euribor sinkt. Zudem haben moderne und variable Darlehen keine versteckten Kostenpunkte, eher eine offene und transparente Kostenstruktur; dank dieser lässt sich die Zinsentwicklung einfach nach voll ziehen. Zu guter Letzt besteht die Möglichkeit eine Flexdarlehen in einen Kredit mit einer festen Zinsbindung umzuwandeln

Trotz der Vorteile eines Flexdarlehens bestehen auch drei Negativkriterien, welche sich in der ständigen Beobachtung von variablen Darlehen äußern und in der Verteuerung des Kredites bei steigenden Zinsen des Euribor. Hinzu kommt die Bearbeitungsgebühr, welche von 0,5 bis 1 Prozent der Darlehenssummer aus macht.

Abschließend noch der Punkt, für wen sich Flexdarlehen überhaupt eigenen. Hierzu zählen Darlehensnehmer, welche nicht nur regelmäßig ihr Gehalt bekommen, sondern auch anderweitig Gehaltszuflüsse erlangen, welche dann direkt für die Tilgung verwendet werden können. Geeignet ist es ebenso für Darlehensnehmer, die der Meinung sind, dass die Bauzinsen ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Kredites eher sinken werden und auch für Darlehensnehmer, die flexibel bleiben möchten. Ob die Immobilie wegen eines Umzugs verkauft werden möchte oder auch aus Renditegesichtspunkten, bei einem variablen Darlehen ist dies alles möglich. Es fallen zudem keine teuren Vorfälligkeitsentschädigungen an, wie bei einem normalen Darlehen mit festen Zinsen. Zu guter Letzt sei erwähnt, dass sich variable Darlehen auch zu einer Zwischenfinanzierung eigenen.

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