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Eine Geldanlage mit hohen Zinsen bedeutet oft auch höheres Risiko
Hohe Zinsen bei einer Geldanlage bergen unter Umständen auch ein Risiko, das man nicht unterschätzen sollte. Liegt der versprochene Zinssatz sehr viel höher als der Basiszinssatz, den die Europäische Zentralbank festgesetzt hat, ist Vorsicht geboten. Es existieren sichere Angebote von Banken, die ein oder zwei Basispunkte über dem allgemeinen Zinssatz liegen, aber meist gibt es dabei einen Haken: Manchmal richten sich die Angebote nur an Neukunden. Häufig gelten sie nur für wenige Monate und danach werden die Zinsen um so niedriger, je höher der vorhergehende Zinssatz war. Meistens sind die Anlagebeträge nach oben hin begrenzt und Vermögen oberhalb dieses Grenzbetrags wird dann niedriger verzinst.



Manche ausländischen Banken bieten höhere Zinsen an als inländische Geldinstitute. Sind sie dem Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken beigetreten, ist das angelegte Vermögen bei ihnen genau so sicher wie bei einem deutschen Kreditinstitut. Wenn die Banken diesem Sicherungsfonds aber nicht angehören, haften sie nur begrenzt für die Einlagen. Wer über EUR 20.000,00 anlegen will, geht ein Risiko ein, wenn solch eine Bank einmal zahlungsunfähig werden sollte.

Als sichere Geldanlage gelten neben Festgeldkonten auch Rentenfonds, vor allem, wenn sie im Euroraum investieren oder in Ländern Europas, die als sichere Schuldnerstaaten angesehen werden. Diese Fonds enthalten neben sicheren Staatsanleihen auch Pfandbriefe und Anleihen von kreditwürdigen Unternehmen. Legt man sein Geld in einen solchen Rentenfonds an, sollte man darauf achten, dass die Laufzeiten der Anleihen gut gemischt sind. Sie können von wenigen Monaten bis zu dreissig Jahren laufen. Während dieser Zeit sind die Zinsen der Anleihen festgeschrieben, aber das allgemeine Zinsniveau verändert sich laufend. Steigt es höher als die erwarteten Zinsen der Anleihen, sinkt der Kurs des Fonds. Verkauft man Fondsanteile zu einem ungünstigen Zeitpunkt, hat man Verluste hinzunehmen. Natürlich kann auch das Gegenteil eintreten, nämlich, dass die Kurse steigen, weil die Marktzinsen sinken.

Renten- und Geldmarktfonds, die in fremde Währungen investieren, haben ein zusätzliches Risiko durch die Wechselkursschwankungen.

High-Yield-Fonds, die riskante Staats- und Unternehmensanleihen tätigen, eignen sich bei eher sicherheitsorientierten Anlegern nur als Beimischung des Portfolios.

Ausländische Staatsanleihen besonders die der Schwellenländer versprechen häufig weit höhere Zinsen als zum Beispiel die deutschen. Allerdings sind deren Zinsen deshalb so hoch, weil sie als sehr risikoreich eingestuft werden. Vor etlichen Jahren konnte man am Beispiel Argentiniens sehen, dass Staatsanleihen eine sehr riskante Anlage sein können.

Ähnlich riskant sind auch Unternehmensanleihen. Leiht man sein Geld einem Unternehmen, hängen Gewinn oder Verlust der Anlage vom Erfolg oder Misserfolg dieser Firma ab. Schnell kann ein Unternehmen durch Managementfehler oder auch völlig unverschuldet in eine Schieflage geraten und außerstande sein, seine Schulden zurück zu zahlen.

All diese Risiken sind von den meisten Anlegern nur schwer zu durchschauen. Wer einen vertrauenswürdigen Bank- oder Vermögensberater hat, sollte sich bei diesem Rat holen; und alle andern könnten sich an die Verbraucherzentralen wenden.

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