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Eine Geldanlage ohne Risiko gibt es nicht
Eine jede Geldanlage wird in der Regel unter zweierlei Gesichtspunkten getätigt. Zum Ersten soll das investierte Vermögen einen möglichst hohen Gewinn erwirtschaften. Zum Zweiten soll das Geld sicher angelegt sein. In der Regel verhält es sich so, dass die beiden genannten Investitionsziele in Opposition zueinander stehen, was nicht weniger bedeutet, als dass die Geldanlagen, welche eine hohe Rendite in Aussicht stellen, auch mit einem höheren Verlustrisiko behaftet sind. Solche Anlageformen, die als sicher gelten, zählen im Normalfall nicht zu den gewinnträchtigsten Investitionsmöglichkeiten. Der Grund dafür ist schnell genannt: Sicherheit hat ihren Preis.



Jedoch kann niemals eine vollkommene Sicherheit gewährleistet werden. Das Risiko eines völligen Kapitalverlustes besteht bei jeder Anlageform, auch wenn dies für einige Varianten der Geldanlage nur theoretisch gilt. Das Risiko das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren, lässt sich niemals zur Gänze tilgen, da die sich Geldmärkte in ständiger Bewegung befinden und Veränderungen niemals mit völliger Sicherheit vorausgesagt werden können. Einige Anlageformen sind jedoch diesen unvorhersehbaren Schwankungen weniger unterworfen als andere. Diese Investitionsmöglichkeiten sind somit in der Lage, den Anlegern ein relativ hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.

Zu den wohl sichersten Formen der Geldanlage sind Pfandbriefe zu zählen. Diese Pfandbriefe werden von Banken im Auftrag der Institutionen der öffentlichen Hand ausgegeben und werden an der Börse gehandelt. Genau genommen handelt es sich bei einem Pfandbrief um einen Kredit, den z.B. ein Bundesland zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen bei mehreren Privatpersonen aufnimmt. Wer also einen Pfandbrief erwirbt, leiht der öffentlichen Hand für einen bestimmten Zeitraum einen bestimmten Geldbetrag. Pfandbriefe zählen zu den sichersten Formen der Geldanlage, da die Gebietskörperschaften zum Einen über eine hervorragende Bonität verfügen und zum Zweiten per Gesetz (§1807 BGB) Mündelsicherheit verlangt ist.

Eine weitere Möglichkeit der sicheren Geldanlage bieten Festgeldeinlagen. Hierbei stellt der Anleger einer Bank einen bestimmten Geldbetrag für einen fest vereinbarten Zeitraum zur Verfügung. Nach Ablauf dieser Frist erhält der Anleger den gesamten Betrag inklusive der vorab festgelegten Zinserträge. Die Möglichkeit eines Verlustes ist hierbei nur gegeben, wenn die Bank zahlungsunfähig würde. Tagesgeldeinlagen funktionieren nach dem selben Prinzip, lediglich die der Anlagezeitraum ist dabei ein anderer.

Auch die Investition in Garantiefonds verspricht ein sehr hohes Maß an Sicherheit. Garantiefonds unterscheiden sich von den Aktienfonds in zweierlei Hinsicht. Zum Einen fällt die zu erwartende Rendite niedriger aus, als es bei einem klassischen Aktienfond der Fall wäre. Zum Zweiten jedoch, garantiert die Fondgesellschaft den Anlegern die Rückzahlung eines bestimmten Betrages (meist 95% des angelegten Vermögens) nach Ablauf der Fondlaufzeit, ungesehen der tatsächlichen Kursentwicklung. Das Risiko eines Totalverlustes ist hier, ähnlich wie bei Termingeldeinlagen, nur im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Anlagegesellschaft gegeben.

Letztlich lässt sich ein Verlustrisiko niemals zur Gänze tilgen. Eine gute Risikostreuung und die Investition in relativ sichere Anlageformen, können dieses Risiko jedoch erheblich mindern.

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